Industriekultur - Werften Howaldtsche Metallgießerei, Kiel

Die Howaldt-Werft nahm die formschöne Gießerei 1884 in Betrieb. Sie ist der einzige Bau, der von allen Kieler Werften aus der Gründerzeit erhalten blieb.

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Die Metallgießerei der Howaldtswerke ist das einzige erhaltene Gebäude aus der Gründerzeit der Kieler Werften. Der 1884 entstandene Zweckbau fällt mit der sorgfältigen Gestaltung des Architekten Heinrich Moldenschardt auf. Im Inneren blieb das Gebäude samt technischer Einrichtung weitgehend original erhalten. Hier wurden bis 1980 Schiffsteile aus Bronze, Messing, Kupfer und Blei gegossen. Das Hauptgeschoss des 16 mal 17 Meter großen Zentralbaus fungierte als Gießsaal, der in den Hang gebaute Sockel als Lager. Die Schmelzöfen sind um den Schornstein angeordnet – außen herum ist Platz für Gießbänke und Gussformen.

Die Buntmetallgießerei ist seit 2020 ein Standort des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseums. Sie symbolisiert auch das mit der Reichsgründung verbundene Wachstum zu einer Großstadt: Denn 1871 wurde Kiel Reichskriegshafen und das Marinedepot zur Kaiserlichen Werft. Davon profitierten auch von den Brüdern Howaldt gegründete Betriebe, die 1889 zu den Howaldtswerken (später HDW) fusionierten. Von 1880 bis 1884 war die Maschinenfabrik aus der Innenstadt an das Schwentineufer in Dietrichsdorf gezogen, wo die Werft bereits seit 1876 arbeitete.

Ort: Grenzstraße 1, 24149 Kiel

Informationen / Öffnungszeiten:

http://www.kiel.de/museum

Geöffnet von Mitte April bis Mitte Oktober sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie dienstags von 10 bis 16 Uhr.

Kontakt:

Stadt- und Schifffahrtsmuseum Kiel

Industriemuseum Howaldtsche Metallgießerei

Tel. 04 31 / 9 01–34 66

E-Mail: metallgiesserei@kiel.de

Kurzprofil:

Typ: Buntmetall-Gießerei einer Schiffswerft

Baujahr: 1884

Architekt: Heinrich Moldenschardt

Stilllegung: 1980

Produktion: Gussteile aus Kupfer, Messing, Bronze und Rotguss sowie anderen Buntmetallen

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Scarlett Ludwig

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