Industriekultur - Hafenanlagen Hafen Bergedorf

Am Ende des 1445 eingeweihten Schleusengrabens befindet sich der Hafen von Bergedorf. Ein 1901 von Nagel & Kaemp aufgestellter Kran erinnert an die Frachtschifffahrt.

Hafen Bergedorf

Seit 1445 führt der Schleusengraben zur Dove-Elbe: Damit fuhren Kähne aus den Vierlanden und aus Hamburg bis in das Zentrum von Bergedorf. Gespeist wird dieser Kanal von der Bille. Zwischen dem Fluss und dem Hafenbecken am Serrahn nutzten Mühlen seine Wasserkraft, zuletzt eine 1839/68 errichtete Getreidemühle an der Alten Holstenstraße 86. Seit 1882 siedelte sich am Schleusengraben Industrie an. Zeugen davon sind die 1890 erbauten Hallen der Bergedorfer Stuhlrohrfabrik von Rudolf Sieverts (Stuhlrohrstraße).

Entlang des Schleusengrabens gab es zudem unbefestigte Löschplätze, ehe das Bollwerk am Schiffwasser zu einem Hafen ausgebaut wurde und 1886 einen Kran bekam. Auch am Serrahn gab es ein Bollwerk: Hier entstand von 1900 bis 1902 der „neue“ Hafen. 1901 stellte die Stadt dort einen stationären elektrischen Drehkran auf. 1926 kam ein fahrbarer Kran hinzu. Umgeschlagen wurden vor allem Bau- und Brennstoffe, aber auch Stückgut. Der Bau der Bergedorfer Straße von 1954 bis 1956 markierte das Ende der Frachtschifffahrt. Denn für große Kähne ist zu wenig Platz unter der Straßenbrücke. In den 1960er Jahren legten kaum noch Frachter in Bergedorf an, nun fahren Ausflugsschiffe bis hierher.

Ort: Serrahnstraße, 21029 Hamburg

Informationen:

www.bergedorfer-museumslandschaft.de

Kontakt:

Bergedorfer Museumslandschaft

Museum für Bergedorf und die Vierlande

Bergedorfer Schlossstraße 4

21029 Hamburg

Tel. 0 40 / 4 28 91–25 09

Kurzprofil:

Typ: Hafen für die Binnenschifffahrt

Gewässer: Bille und Schleusengraben

Baujahr: 1900–02, Hafenkran 1901 von Nagel & Kaemp gebaut

Alle Denkmale im Überblick

Kontakt

Scarlett Ludwig

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