Industriekultur - Hafenanlagen Harburger Binnenhafen

Der Binnenhafen ist die Keimzelle der Stadt Harburg. Um die Schlossinsel herum entstanden die Hafenbecken. Schon 1847 bekam er einen Eisenbahnanschluss und wurde Industriegebiet.

Harburger Binnenhafen

Der erste Harburger Bahnhof befand sich mitten im Hafen: 1847 ging die Station am heutigen Schellerdamm in Betrieb. Damit ließen sich dort schon früh Güter zwischen Eisenbahn und Schiff umschlagen. Seit 1872 diente die Station allein dem Güterverkehr. Drumherum siedelte sich Industrie an. Denn Harburg gehörte, im Gegensatz zu Hamburg, seit 1854 zum Deutschen Zollverein. Dank dieses Standortvorteils erlebte es eine stürmische Industrialisierung vor allem mit Gummi- und die Ölsaatenfabriken, die Rohstoffe aus Übersee verarbeiteten. Auch der Kulturkiosk an der Blohmstraße 28 symbolisiert die Industrie: Seit 1876 stand hier eine Trinkhalle, um Fabrik- und Hafenarbeiter mit alkoholfreien Getränken zu versorgen.

Im Gegensatz zum Hamburger Hafen ist der Binnenhafen ein Dockhafen: Die 1878 erbaute Neue Hafenschleuse (1978 modernisiert) schirmt ihn von der Tide der Elbe ab. Die erste Schleuse des damals neu angelegten Hafens stammt von 1846. Bis etwa 1890 wurde der Binnenhafen weiter ausgebaut. Typisch für ihn sind vier Klappbrücken: über dem Holzhafenkanal von 1930, über dem Lotsekanal von 1979, über dem Östlichen Bahnhofskanal von 1934 sowie über dem Westlichen Bahnhofskanal von 1955.

Ort: Gebiet zwischen Dampfschiffsweg / Harburger Hauptdeich im Norden und Karnapp / Seevestraße im Süden, 21079 Hamburg

Informationen:

http://www.geschichtswerkstatt-harburg.de

Kontakt:

Geschichtswerkstatt Harburg

Kanalplatz 16 (Fischhalle)
21079 Hamburg
Tel. 0 40 / 76 75 73 07

E-Mail: info@geschichtswerkstatt-harburg.de

Kurzprofil:

Typ: Dockhafen für See- und Binnenschifffahrt

Gewässer: Elbe, im Binnenhafen zahlreiche Kanäle

Baujahr: 1846–49, später weiter ausgebaut und verändert

Alle Denkmale im Überblick

Kontakt

Scarlett Ludwig

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