Industriekultur - Hafenanlagen Alter Hafen Wismar

Am Alten Hafen in Wismar beeindruckt die Silhouette mit den Speichern. Dieses riesige stillgelegte Getreidelager ist ein wertvolles Baudenkmal.

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Die Speicher-Silhouette am Alten Hafen in Wismar zählt zu den bedeutendsten Ensembles dieser Art. Die reizvolle Lage vis-a-vis der Altstadt sorgte schon vor dem Zweiten Weltkrieg dafür, dass die Silobauten hochwertig gestaltet wurden. Sie stehen für den wichtigsten Teil der örtlichen Geschichte: den Handel. Der Alte Hafen geht auf eine natürliche Ostseebucht zurück. Von etwa 1750 stammt das Baumhaus dort: Hier versperrte einst der „Baum“, ein Langholz, die Hafeneinfahrt. Von 1848 bis 1895 entstand nördlich davon der Neue Hafen (heute Überseehafen). 1913/14 kamen Holz-, Werft- und Kalihafen hinzu.

1862 hatte Johann Christian Thormann am Alten Hafen seinen Speicher bauen lassen – damals ein riesiger Bau. Vor den drei zwischen 1935 bis 1940 errichteten Silobauten aber wirkt er fast wie ein Zwerg. Im alten Speicher hatten 2.000 Tonnen Getreide Platz, in den drei neuen Silos dagegen 25.000 Tonnen. 1957/67 wurde die Gruppe um Transformatorenhaus, Staubturm und Sozialgebäude ergänzt. Denn die Anlage diente seitdem nicht nur als Getreidelager, sondern vor allem dem Umschlag. Große Mengen per Schiff importierten Getreides wurden hier zu DDR-Zeiten auf die Eisenbahn umgeladen.

Ort: Am Hafen / Alter Hafen / Stockholmer Straße, 23966 Wismar

Kontakt:
Tourismuszentrale Wismar
Lübsche Straße 23a, 23966 Wismar
Tel. 0 38 41 / 1 94 33
E-Mail: touristinfo@wismar.de

Kurzprofil:
Typ: Hafen für Seeschiffe
Gewässer: Ostsee
Baujahr: 13. Jahrhundert, mehrfach erweitert und modernisiert

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