Industriekultur - Hafenanlagen Harburger Binnenhafen

Zwei betriebsfähig restaurierte Krane erinnern im Museumshafen Harburg an das einstige Leben im Binnenhafen. Das frühere Industriegebiet wird städtebaulich revitalisiert.

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Der Harburger Binnenhafen ist die Keimzelle der bis 1937 selbstständigen Stadt Harburg. Die Hafenbecken entstanden um die Schlossinsel herum aus Entwässerungsgräben der einstigen Burg. 1847 bekam der Hafen einen Eisenbahnanschluss und wurde zu einem Industriegebiet mit Werften, Getreide- und Ölmühlen. Das Gebiet wird nun städtebaulich revitalisiert. Immer mehr Industrie- und Umschlagbetriebe zogen aus dem Hafen weg, viele Technische Denkmale werden umgenutzt.

So verließ die Firma Mulch mit ihrem Lager- und Speditionsbetrieb für Massengüter 2006 ihren Platz am Lotsekai. Sie hatte dort 1926 den Harburger Kohlenhandel Knust und Johannsen übernommen. Heute erinnert der für Mulch gebaute Gelbe Kran des Museumshafens Harburg an diese Geschichte. Um zwei Güterwaggons ergänzt ist der betriebsfähige Portalkran nun ein besonderer Veranstaltungsort. 2019 wurde auf dem Lotsekai auch der restaurierte Blaue Kran wieder aufgestellt. Das als Werftkran erbaute Gerät hatte der Firma Neven & Grube seit 1980 dem Umschlag von Futtermitteln gedient. Zudem kam die 1921 auf der Marsch-Werft von Wilhelm Schüler (Moorrege) erbaute Barkasse „Jan“ neu in den Museumshafen.

Ort: Lotsekai, 21079 Harburg

Informationen:
www.muhahar.de

Kontakt:

Museumshafen Harburg e.V.
Kanalplatz 16, 21079 Hamburg
E-Mail: info@muhahar.de

Kurzprofil Gelber Kran:
Typ: Portalkran „Liebherr 120G/150L“ mit Greifer
Baujahr: 1972
Hersteller: Liebherr, Biberach
Höhe: 30 Meter

Kurzprofil Blauer Kran:
Typ: Werftkran „Peiner W40“ mit Haken
Baujahr: 1959
Hersteller: Norddeutsche Maschinen- und Schraubenwerke AG, Peine
Höhe: 23 Meter

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