Industriekultur - Museen Freilichtmuseum am Kiekeberg

Wasser ist ein wichtiger Rohstoff für die Landwirtschaft. Das Freilichtmuseums am Kiekeberg zeigt dazu viele Exponate: vom Windschöpfrad zum hydraulischen Widder.

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Wasser ist für die Landwirtschaft immer ein Thema gewesen. Die Wichtigkeit wird auf dem Wassererlebnispfad des Freilichtmuseums am Kiekeberg deutlich. Hier geht es um die Versorgung mit dem wichtigen Rohstoff, aber auch um das Entwässern des Landes mit oft einfachen und doch raffinierten Mitteln. So werden die Wiesen in der Marsch traditionell über offene Gräben entwässert. Mit einer Wasserschnecke, im Museum von einer transportablen Fluderwindmühle (Fluttermühle) angetrieben, wurde das Wasser einst in höhere Gräben gehoben. Doch die Gräben mussten auch gereinigt, vorher leergeschaufelt werden: Dabei half eine im Museum gezeigte Wasserschaufel.

Um Brunnen zu bauen, richteten Landwirte kleine Werke für den Bau von Betonfertigteilen ein. Für das Museum wurde ein solcher Betrieb rekonstruiert, der ab etwa 1900 in Oelstorf bei Salzhausen produziert hatte. Längst wird das Wasser in den Brunnen mit elektrischen Pumpen gefördert. Doch zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren dafür in Deutschland noch Hunderte von Windrädern und hydraulischen Widdern im Einsatz. Auch sie werden im Museum gezeigt. Das etwa 110 Jahre alte Windrad stammt aus der Winsener Marsch und war später bei Asendorf im Einsatz.

Ort: Am Kiekeberg 1, Ehestorf, 21224 Rosengarten

Informationen und Besichtigung:
www.kiekeberg-museum.de
Das Museum ist dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Kontakt:
Freilichtmuseum am Kiekeberg
Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten
Tel. 0 40 / 79 01 76 – 0
E-Mail: info@kiekeberg-museum.de

Kurzprofil:
Typ: Freilichtmuseum
Thema: Dörfliches Leben in der Region von 1600 bis 1960
Gründung: 1953
Museumsgelände: Mehr als 40 Gebäude auf zwölf Hektar

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