Industriekultur -Schleusen Schleuse Veringkanal

Der von 1894 bis 1897 erbaute Veringkanal war für die Wilhelmsburger Industrie ein wichtiger Verkehrsweg. Eine alte Schleuse verbindet den Kanal mit dem Reiherstieg.

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Um 1900 ist aus der landwirtschaftlich geprägten Elbinsel Wilhelmsburg eine dicht besiedelte Industriegemeinde geworden. Die Nähe zum rasch wachsenden Hamburger Hafen hat dies befördert. Wilhelmsburg wurde mit Kanälen, einer Industriebahn und Straßen erschlossen, große Flächen für Wohnen und Gewerbe angeboten. Allein die Bauunternehmer Hermann und Carl Vering übernahmen dafür etwa 120 Hektar Land. Und sie bauten von 1894 bis 1897 im Verlauf eines alten Entwässerungsgrabens den 1.650 Meter langen Veringkanal. An seinen Ufern siedelten sich Fabriken an, die vom Wasserweg profitierten.

Über die Veringschleuse wurde der Kanal mit dem Hamburger Hafen verbunden. Ungewöhnlich ist: Diese Kammerschleuse hat am Außen- und am Binnenhaupt je zwei Stemmtorpaare – insgesamt also acht Tore! So können Boote und Kähne bei jedem Wasserstand in den tideabhängigen Reiherstieg geschleust werden. Seit den 1990er Jahren fahren hier aber nur noch Freizeitschiffer. 2007 ließ die Kanalgenossenschaft die Schleuse aufwendig sanieren. Und die Geschichtswerkstatt entwickelt einen Geschichtspfad entlang des Wassers: ein begehbares Museum des Industriezeitalters.

Ort:
Alte Schleuse/Schlengendeich 10 sowie parallel zur Industriestraße, 21107 Hamburg

Informationen:
www.geschichtswerkstatt-wilhelmsburg.de

Kontakt:
Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen in der Honigfabrik
Margret Markert
Industriestraße 125–131
21107 Hamburg
Tel. 0 40 / 42 10 39 15

Wassergenossenschaft der Anlieger des Veringkanals auf Wilhelmsburg
Schlengendeich 10
21107 Hamburg
Tel. 0 40 / 75 78 88

Kurzprofil:
Typ: Kammerschleuse mit Stemmtoren
Gewässer: Veringkanal
Baujahr: 1894–97
Material: Ziegelstein, Granit, Holz

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