Industriekultur - Wassermühlen Wassermühle Hanstedt I

Trotz des knappen Wasserangebotes gab es in Hanstedt I schon im 14. Jahrhundert eine Mühle. Später unterstützten eine Dampfmaschine, ein Diesel- und ein E-Motor den Betrieb.

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Wassermühle Hanstedt I

Die Schwienau ist ein kleiner Nebenfluss der Gerdau, die südlich von Uelzen zur Ilmenau wird. Ihr Wasser reicht, um damit in der Wassermühle Hanstedt I im Nordwesten des Kreises Uelzen seit langem eine kleine Turbine für die Stromerzeugung anzutreiben. Mehr als fünf Kilowatt aber sind es wohl nie gewesen. Und im Sommer steht sie mangels Wasser auch oft still. Dennoch war das relativ knappe Wasserangebot für Müller attraktiv. Schon 1368 wurde eine Wassermühle an dieser Stelle erstmals erwähnt. Die heutige Mühle stammt im Kern von 1835, wurde 1901 und etwa 1920 erheblich erweitert. Zu dem Ensemble gehören außerdem Wohnhäuser von 1899 und 1934, Nebengebäude sowie ein Speicher von 1949.

Wegen des knappen Wasserangebotes arbeiteten die Müller schon seit etwa 1900 mit einer Dampfmaschine, seit etwa 1930 half ein Dieselmotor (1947 stillgelegt). Seitdem wird die Mühle elektrisch angetrieben und war bis 1986 in Betrieb. Sie blieb vollständig erhalten und wird von ihrem Eigentümer gern vorgeführt. Dabei wird zwar kein Getreide mehr vermahlen, die vielen per Transmission angetriebenen Maschinen aber machen nachhaltigen Eindruck, ihre Funktionen lassen sich gut nachvollziehen.

Ort: Wriedeler Straße 4, 29582 Hanstedt I

Kontakt:

Wassermühle Hanstedt I

Wriedeler Straße 4

29582 Hanstedt I

Kurzprofil:

Typ: Wassermühle mit Francisturbine

Baujahr: 1835, mehrfach erweitert

Stilllegung: 1986 (Getreidevermahlung)

Produktion: Getreidevermahlung, Stromproduktion