Industriekultur - Wassermühlen Wassermühle Munster

Die aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammende Wassermühle in Munster ist Teil des Ollershofes. Zu diesem Gehöft gehören auch Speicher, Backhaus und Remise.

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Wassermühle Munster

Die Wassermühle in Munster stammt im Kern wohl vom Anfang des 17. Jahrhunderts. 1820 wurde sie um ein Schrotgang, einen Ölmühlenteil und ein zweites Wasserrad ergänzt. Auch die später eingebaute Technik ist längst veraltet und verantwortlich für einen damals typischen Unfall: 1919 geriet Müller Drewes mit seiner Jacke in das offene Mühlengetriebe, wurde von den sich drehenden Zahnrädern erfasst und starb daran. Bis 1949 war die Wassermühle in Betrieb. Dann hatte das Abwasser des Truppenübungsplatzes den Fluss Örtze so stark verschlammt, dass die Wasserkraft aufgegeben wurde. Müller Haase setzte den Betrieb aber noch mit einer elektrisch angetriebenen Schrotmühle fort.

1968 wurde der Schlamm aus dem Mühlenteich entfernt. Doch die relativ geringe Wassermenge der Örtze machte die Pläne für eine Wiedernutzung der Wasserkraft zunichte. 1975 erwarb die Stadt die Mühle, ließ sie 1987/88 sanieren und führt die betriebsfähige Technik – Mahl- und Schrotgang sowie Sechskant-Sichter – zu besonderen Anlässen vor. Sie ist heute Teil des Ollershofes. Zu diesem landwirtschaftlichen Gehöft vom Ende des 18. Jahrhunderts gehören unter anderem auch Speicher, Backhaus und Remise.

Ort: Lüneburger Straße 7a, 29633 Munster

Kontakt:

Munster Touristik

Veestherrnweg 5

29633 Munster

Tel. 0 51 92 / 89 98–0

www.munster-touristik.de

Kurzprofil:

Typ: Wassermühle mit unterschlächtigem Wasserrad

Baujahr: Anfang des 17. Jahrhunderts / 1820

Stilllegung: 1949

Produktion: Getreidevermahlung