Industriekultur - Wassermühlen Wassermühle Brömsenberg

Nach der Gründung des zweiten deutschen Kaiserreiches investierte der Müller um 1875 in Brömsenberg bei Lübtheen in eine ganz neue Wassermühle.

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Vor gut 300 Jahren ist die Neumühle Brömsenberg (einst Garlitz) erstmals erwähnt worden. Der stattliche Bau der heutigen Anlage stammt von etwa 1875 (1910 aufgestockt). Denn mit der Reichseinheit 1871 war der Mahlzwang aufgehoben worden. Und dank der an der Sude vorhandenen Wasserkraft, der Nähe zu Lübtheen und zur Berlin-Hamburger Eisenbahn war der Platz für eine Wassermühle ideal. 1922 ersetzte der Müller zwei ältere Turbinen durch Francisturbinen von Schichau (Elbing). Sie blieben ebenso erhalten wie die Rekonstruktion eines Schützenwehres von 1830.

1948 wurde der Mühlenhof vergrößert. Seitdem diente eine – vermutlich – vom Zwangsarbeiterlager des Marinearsenals Jessenitz umgesetzte Baracke als Lagerraum, aus Holzfertigteilen mit Rahmenbindern freitragend erbaut. Mit dem Tod des Müllermeisters Carl Rentzmann (1881–1959) stellte die Mühle die Mehlproduktion im Sommer 1959 ein und diente als Mischfutterwerk, 1980/81 noch modernisiert. Damals wurde die Wasserkraftanlage stillgelegt, nach der Wiedervereinigung auch die Mühle. Mit dem 2012 im Freilauf erbauten Fischaufstieg hat das Land die Option einer Wasserkraftnutzung stark beschränkt.

Ort: Ausbau 10 (Lübtheener Chaussee), 19249 Lübtheen

Informationen:

Kontakt:

Wassermühle Brömsenberg

Ausbau 10

19249 Lübtheen

Tel. 0 3 88 55 / 77 83 68

Kurzprofil:

Typ: Wassermühle mit Francisturbinen

Baujahr: um 1875 (1910 aufgestockt)

Stilllegung: um 1990

Produktion: Getreidevermahlung, Stromproduktion, Mischfutterherstellung

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Scarlett Ludwig

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