Industriekultur - Kraftwerke Wasser- und Dieselmotorenkraftwerk Lauenburg

Ein inklusive der Technik erhaltenes Wasser- und Dieselmotorenkraftwerk aus den 1920er-Jahren zählt zu den nahezu unbekannten Attraktionen in Lauenburg.

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Ein Wasser- und Dieselmotorenkraftwerk aus den 1920er-Jahren zählt zu den nahezu unbekannten Attraktionen in Lauenburg. Es steht etwas abseits zwischen der modernen Schleuse des Elbe-Lübeck-Kanals und der alten Palmschleuse und trieb einst mit dem überschüssigen Wasser des Elbe-Lübeck-Kanals eine Turbine zur Stromerzeugung an. Schon vor dem Bau des Kanals hatte hier die Palmmühle die Wasserkraft zwischen der Stecknitz-Fahrt und der Elbe genutzt. Die Stadt Lauenburg kaufte die Palmmühle und baute daneben 1921 ein kleines Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 70 Kilowatt.

Der Strombedarf stieg sehr schnell. Deshalb erweiterte die Stadt die Anlage 1927/28 um ein Dieselmotorenkraftwerk und stellte drei Maschinensätze auf. Später kam ein vierter hinzu. Motoren von Deutz mit jeweils bis zu 345 PS trieben hier die Generatoren an. 1936 wurde die Anlage im Rahmen der Autarkiebestrebungen des Dritten Reiches um einen Raum für einen Drehrostgenerator erweitert. Er erzeugte aus Steinkohle das Gas für zwei der Motoren. Seit 1974 ist das E-Werk außer Betrieb. Die denkmalgeschützten roten Backsteingebäude im Stil der Reformarchitektur aber blieben mit der Technik nahezu vollständig erhalten.

Ort: Bei der Palmschleuse, 21481 Lauenburg

Informationen:
www.ewerk-lauenburg.de

Kontakt:
Stadt Lauenburg/Elbe
Tourist-Information
Amtsplatz 4
21481 Lauenburg/Elbe
Tel. 0 41 53 / 59 09 – 2 05

Kurzprofil:
Typ: Wasserkraftwerk mit Turbine, Dieselmotorenkraftwerk
Baujahr: 1921, 1927/28, 1936
Leistung: Francisturbine mit 70 Kilowatt,
Motoren von Deutz mit 150, 200, 330 und 345 PS

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