Industriekultur - Wassertechnik Wasserheilanstalt Bad Kleinen

Ein 1894 eingeweihtes Kaltwasser-Heilbad führte zu dem „Bad“ im Ortsnamen von Bad Kleinen. Erhalten blieben ein Wasserturm mit Maschinenhaus sowie der Eiertunnel.

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Seit 1915 trägt Kleinen den Beinamen „Bad“. Er geht auf ein Kaltwasser-Heilbad zurück, das es westlich vom Bahnhof auf der Endmoräne oberhalb vom Schweriner See gab. Schon während der Inflation 1922 musste es nach einer Insolvenz schließen. Erhalten blieben ein unter den Gleisen zum See führender Fußgängertunnel sowie ein Maschinenhaus mit Wasserturm. Eine dampfbetriebene Pumpe förderte einst bis zu etwa 100 Kubikmeter Heilwasser aus einem knapp 20 Meter tiefen Brunnen. In dem Turm daneben wurde das Wasser gespeichert, bevor die Kurgäste es für Anwendungen nutzen konnten.

Initiiert hatte das Heilbad der Arzt Dr. Heussi aus Wismar. Nach einem Konkurs wurde die unfertige Anlage von 1863 aber erst 1894 zu einem „wohlgefügten schmucken Hause mit freundlicher Aussenseite“ vollendet, schrieb der erste Anstaltsleiter Armin Steyerthal. Zu dem 1895 eröffneten Heilbad gehörte auch der im folgenden Jahr in der Form eines Sielrohres erbaute Fußgängertunnel – „ein schweres, mühevolles Werk, aber ein unschätzbarer Fortschritt!“, betonte Steyerthal. Nun konnten die Badegäste mit wenigen Schritten den See erreichen, statt einen weiten Umweg am Bahnhof vorbei machen zu müssen.

Ort: Gallentiner Chaussee 5, 23996 Bad Kleinen

Informationen:

http://www.mein-bad-kleinen.de/index.php/sehen-und-erleben/sehenswertes/heil

Kontakt:

Heimatverein Bad Kleinen e.V.

Hauptstraße 20

23996 Bad Kleinen

Tel. 03 84 23 / 3 49

Kurzprofil:
Typ: Wasserturm mit Maschinenhaus
Baujahr: 1894
Stilllegung: 1922
Behälterart: Flachboden
Inhalt: 4x 20 Kubikmeter