Ausbildung in der Metropolregion Hochqualifizierte Arbeitskräfte Metropolregion Hamburg

Studenten im Gespräch sitzen vor der Leuphana Universität in Lüneburg Studenten der Leuphana Universität in Lüneburg

Qualifizierung von Arbeitskräften der Metropolregion Hamburg

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Qualifizierte Mitarbeiter sind die entscheidende Schlüsselressource für die Wirtschaft. Von den insgesamt rund 2,1 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Stand: 2010) verfügen rund 78 Prozent über einen qualifizierten beruflichen Bildungsabschluss und weitere rund 10 Prozent über einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Mit einem Anteil von 3,1 Prozent der Beschäftigten in den technologieintensiven Branchen nimmt die Metropolregion Hamburg nach den Regionen München und Stuttgart einen Spitzenplatz im Bereich der Hochtechnologie ein. Insgesamt gesehen ist der Qualifikationsniveau der Erwerbstätigen im Bundesvergleich erfreulich hoch. Damit ist zugleich die Voraussetzung für ein zukünftiges wissensbasiertes Wachstum erfüllt.

Eine überragende Rolle bei der Qualifizierung des für die Wirtschaft benötigten Personals spielt die berufliche Aus- und Fortbildung, die von den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern betreut wird. Das international anerkannte System der dualen Berufsausbildung basiert auf der Partnerschaft zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Sie ist Garant für eine praxisnahe und effiziente Ausbildung. Fachkräfte, die auf diesem Weg ihre Ausbildung absolviert haben, verfügen über wichtige berufspraktische Erfahrungen und zugleich über theoretisches Hintergrundwissen auf hohem Niveau. Für Betriebe liegt damit auf der Hand: Ausbildung verursacht nicht nur Kosten, sondern ist eine sinnvolle und nachhaltige Investition in die Zukunft des eigenen Unternehmen. Die Kammern in der Metropolregion Hamburg geben der Wirtschaft dabei umfangreiche Hilfestellung, damit möglichst viele Firmen auch Ausbildung betreiben. Im engen Kontakt mit den Unternehmen ist es den Kammern auch in schwierigen Wirtschaftslagen immer wieder gelungen, den ausbildungsfähigen und –willigen Absolventen der Allgemeinbildenden Schulen eine ausreichende Zahl von Ausbildungsplätzen zu vermitteln. Damit hat die Wirtschaft der Region ihre Verpflichtung aus dem mit der Politik geschlossenen Ausbildungspakt erfüllt, in den letzten Jahren sogar übererfüllt.

Ein weiterer Qualifizierungsbaustein ist die berufliche Weiterbildung, die dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit dient. Während die Berufsausbildung im Dualen System auf die erste volle Berufsfähigkeit zielt, ermöglicht und sichert Weiterbildung die Erhaltung und Erweiterung dieser Berufsfähigkeit, also die volle Beschäftigungsfähigkeit während des Erwerbslebens. Diese Anforderungen in passgenaue Weiterbildungskonzepte umzusetzen sind Ziel und Herausforderung für die privaten Weiterbildungsträger und Kammerorganisationen in der Metropolregion Hamburg, denen sie mit einer Vielzahl von Angeboten für berufliche Zusatzqualifikationen in diversen Ausbildungsstätten gerecht zu werden suchen.

Um die zukunftsorientierte, arbeitsplatzsichernde Kompetenzentwicklung gezielt zu fördern, muss die bestehende Weiterbildungsstruktur weiterentwickelt werden. Die Kammern der Metropolregion schlagen daher, wie auch ihre Dachorganisationen, ein Modell vor, das mit Hilfe eines Systems von Weiterbildungsmodulen zu anerkannten, international verwertbaren Qualifikationsprofilen führt, die den sich verändernden Anforderungen der Unternehmen entsprechen und die beruflichen Aufstiegschancen der Mitarbeiter erhöhen.

Darüber hinaus wird in der Metropolregion Hamburg an verschiedenen Hochschulstandorten die höchst attraktive Möglichkeit eines dualen Studiums geboten. In enger Kooperation zwischen Hochschule und Partnerunternehmen werden z. B. an der AHH Akademie des Handwerks Hamburg, der HSBA Hamburg School of Business Administration, der Nordakademie Hochschule der Wirtschaft in Elmshorn, an der HS21 in Buxtehude und an der Berufsakademie Lüneburg engagierte junge Menschen in verschiedenen betriebswirtschaftlichen und technischen Bachelor- und Masterstudiengängen ausgebildet. Für die Absolventen bestehen überdurchschnittlich hohe Berufs- und Übernahmechancen, die Unternehmen profitieren ihrerseits von der frühzeitigen Integration des Führungsnachwuchses in den Unternehmensalltag und können geeignete Studierende längerfristig binden. Der theoretische Teil des Studiums ist von hoher Anwendungsorientierung und dem Lernen in kleinen Studiengruppen geprägt.

 

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