Radschnellnetz der Metropolregion Hamburg Mit Rückenwind zu Arbeit und Ausbildung

In der Metropolregion Hamburg wird untersucht, wie neun Radschnellwege aussehen könnten. Dabei handelt es sich noch nicht um eine konkrete Bauplanung, sondern um erste Überlegungen, wie sie in dicht bebaute Städte und empfindliche Landschaftsräume am besten integriert werden können. Radschnellwege sind komfortable, zügige und sichere Routen für weitere Alltagswege mit dem Fahrrad, wie man sie bereits aus den Niederlanden oder aus Kopenhagen kennt.

Machbarkeitsstudie für Radschnellwege

Machbarkeitsstudien zu Radschnellwegen in der Metropolregion Hamburg

Radschnellwege

Wer täglich und bei jedem Wetter das Rad nutzt, stellt andere Anforderungen an seine Strecke als Gelegenheitsradler. Im Alltagsverkehr sollen die Wege bei jeder Witterung befahrbar und auch bei Dunkelheit sicher nutzbar sein. Radschnellwege ermöglichen darüber hinaus mit ihrer geraden Linienführung, ihrer komfortablen Breite und ihrer Gestaltung von Kreuzungen und Einmündungen ein zügiges Vorankommen und müheloses Fahren.

Auf Basis der bereits abgeschlossenen Potenzialanalyse führt die Metropolregion Hamburg jetzt Voruntersuchungen für neun Radschnellwege durch. Voraussichtlich im Sommer 2020 sollen für diese Radschnellwege konkrete Trassen gefunden werden. Dabei soll insbesondere untersucht werden, wie sie sich am besten in die gebaute und natürliche Umwelt einfügen. Darauf können dann in einem nächsten Schritt Bauplanungen aufbauen.

Mit rund einer Millionen Euro fördert die Metropolregion Hamburg diese Untersuchung mit dem Ziel, die Attraktivität des Radverkehrs weiter zu steigern. Es ist nicht nur eines der größten Leitprojekte der Metropolregion Hamburg, sondern auch das derzeit größte länderübergreifende Radschnellwege-Projekt in Deutschland.

 

Gestaltung und Kommunikation von Anfang an mitgedacht

Die Metropolregion Hamburg ist mit vier Bundesländern, einer großen Zahl von Kreisen, Landkreisen, Städten und Gemeinden und ihren ländlichen und städtischen Räumen sehr vielseitig. Um trotzdem ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten und interessierte Bürgerinnen und Bürger zu informieren und in Planungsprozesse einzubeziehen, gibt es in dieser Untersuchung auch Bausteine zur Gestaltung und zur Kommunikation.

Das Gestaltungshandbuch bezieht sich auf die in Deutschland allgemein üblichen Regelwerke und wird Planern mit Musterlösungen ein Gestaltungswerkzeug an die Hand geben, das ihnen in Zweifelsfällen die Entscheidung erleichtert. So soll nicht nur die Funktionalität von Radschnellwegen in der Metropolregion Hamburg, sondern auch ihre einheitliche Gestaltung und eine regionale Markenbildung sichergestellt werden.

Mit dem Kommunikationskonzept wird ein Leitfaden erstellt, der alle Radschnellwege in der Metropolregion über die Phasen der Konzepterarbeitung, der Planung und des Baus begleiten kann. Außerdem soll hier ein ansprechendes und prägnantes Logo für Radschnellwege in der Region gefunden werden. 

 

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