Standortbezogenes Mobilitätsmanagement Reallabor an der Schnackenburgallee im Bezirk Altona

Der drittgrößte Gewerbe- und Industriestandort Hamburgs liegt im Bezirk Altona. Die „Schnackenburgallee“ bildet dabei die zentrale Verkehrsader und hat eine direkte Anbindung an die A7 Autobahn. Gleichzeitig schließt damit der Standort an einen zentralen transeuropäischen Korridor an.

Rote Fahrräder an einer StadtRAD-Station

Reallabor "Standortbezogenes Mobilitätsmanagement" an der Schnackenburgallee

Industrietransporte und motorisierter Individualverkehr

Dies verspricht einerseits logistische Effizienz und zeigt anderseits, dass motorisierte (Individual-)Verkehre (MIV) dieser Effizienz derzeit stark entgegenwirkt. Abgesehen davon, dass Emissions- und Lärmbelastung durch den MIV nicht den Entwicklungszielen zur Mobilitätswende entsprechen, sind die Angebote des Umweltverbunds (Kooperation der umweltfreundlichen Verkehrsmittel, wie Bus, Bahn, Fahrrad und zu Fuß), Intermodalität (Nutzung und damit Kombination verschiedener Verkehrsmittel im Verlauf eines Weges) sowie die Infrastruktur für Fuß- und Radverkehr unzureichend.

Neue Mobilitätsperspektiven

Gleichwohl bedeuten der Ausbau der U-Bahn 5, der S-Bahn 31, die Verlegung des Fernbahnhofs Altona zur S-Bahn-Diebsteich, der Bau eines Radschnellwegs sowie Verdichtung des Veloroutennetzes veränderte Verkehrs-und Mobilitätsperspektiven. Der A7-Deckel stellt für die aktive Mobilität einen Beitrag zum notwendigen Lückenschluss im Sinne einer schnellen Querung über die Autobahn und bietet grünen Naherholungsraum.

Betriebliches Mobilitätsmanagement und Verbesserung der Logistik

Damit sich der Standort zukünftig den wachsenden Anforderungen stellen kann, müssen die Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels attraktiv bleiben und Angebote zur verbesserten Erreichbarkeit im Sinne des Umweltverbunds bieten. Daher ist die Vernetzung der Unternehmen inklusive der Förderung des betrieblichen Mobilitätsmanagements ein relevanter Eckpfeiler. Übergreifende Konzepte, wie die Verbesserung der Logistik auf der „letzte Meile“ werden richtungsweisend als Exkurs für andere Industriegebiete sein.

Mit dem Reallabor werden Maßnahmen, wie Workshops oder auch eine Fact Sheet Sammlung umgesetzt und Anreize zur Gestaltung gesetzt. Eine Handlungsanleitung wird in Kooperation mit kleinen und mittleren Unternehmen erarbeitet und konkrete Lösungsansätze aufgezeigt. Die übertragbaren Ergebnisse dienen anderen Regionen als Vorbild.

Weitere Reallabore

Kontakt

Christina Röll

Projektkoordination Leitprojekt „Mobilitätsmanagement / Kompetenzcentrum Mobilität“, entsandt zum HVV

Hamburger Verkehrsverbund GmbH
Steindamm 94
20099 Hamburg
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