Brücken im Stadthafen Lübeck
Historisch wertvolle Ingenieurbaukunst am Altstadtrand von Lübeck: Hier gibt es ein Ensemble von sechs konstruktiv verschiedenen Eisenfachwerkbrücken zu sehen.
Ensemble der Ingenieurbaukunst
Der Altstadtrand von Lübeck bietet ein einzigartiges Ensemble von sechs konstruktiv verschiedenen Eisenfachwerkbrücken, die auch städtebaulich eigene Akzente setzen. Markant sind die Brücken über dem 1900 eingeweihten Elbe-Lübeck-Kanal. Mit der Kanalmündung in die Trave wurde die einzige Landverbindung der Altstadtinsel zerschnitten. In Höhe des Burghügels überspannt die Auslegerkonstruktion der Burgtorbrücke in weiten Bögen den Kanal. Daneben verbinden Hubbrücken die Verkehrswege auf Hafenniveau: Die Brückenträger für Hafenbahn und Straße können hochgefahren werden, damit Schiffe die Verkehrswege kreuzen können.
Eine 1891/92 von der Gutehoffnungshütte erbaute Drehbrücke verbindet die Altstadt mit der Wallhalbinsel: Sie ist eine der ersten deutschen Brücken aus Flusseisen. Die Eutiner Brücke westlich davon war ebenfalls eine Drehbrücke. Sie stammt von 1873, wurde aber schon 1927 festgelegt. Östlich der Altstadt quert die Hüxtertorbrücke den Elbe-Lübeck-Kanal: Als Bogenbrücke mit Zugband vertritt sie eine weltweit verbreitete Bauform. Die Mühlentorbrücke südlich davon macht mit ihren vier Pylonen und den schwungvollen Hängegurten großen Eindruck.
Ort: Burgtorbrücke, Hubbrücken (An der Untertrave), Drehbrücke (Willy-Brandt-Allee), Eutiner Brücke
(Werftstieg), Hüxtertorbrücke (Hüxterdamm) und Mühlentorbrücke,
23552 / 23554 Lübeck
ÖPNV: Hauptbahnhof Lübeck, 1,5 Kilometer Fußweg oder Stadtbus 3 (Hansemuseum)
Kontakt:
Bürgerinitiative Rettet Lübeck BIRL e.V.
Kurzprofil:
Typ: Balken-, Dreh- und Hubbrücken für Straßen- und Eisenbahnverkehr
Gewässer: Trave / Elbe-Lübeck-Kanal
Baujahre: 1873 / 1892 / 1900
Tragwerk: Eisenfachwerkträger, Steinpfeiler
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