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Kultur-Kiosk, Harburg

Seit 1876 passierten Arbeiter täglich die Trinkhalle neben der Brücke zur Harburger Schlossinsel. Heute dient die in den 1950er Jahren erneuerte Bude als (Kultur-)Kiosk.

Der Kiosk an der Blohmstraße 28 war ein Soziotop im Harburger Binnenhafen. Seit 1876 gab es hier eine Trinkhalle, 1895 auch Seltersbude genannt, an der täglich zig Fabrik- und Hafenarbeiter vorbei gingen. 

Denn nördlich davon führt seit 1872 eine Brücke zur Schlossinsel und zum Schiffsanleger an der Elbe. Die erste Brücke über dem Lotsekanal wurde 1892 durch eine Drehbrücke ersetzt; seit 1979 gibt es dort eine Klappbrücke. Wenn die Brücken für Schiffe öffneten, mussten die Pasanten warten – und hatten auch Zeit für den Kiosk.

Kioske bieten weit mehr als Einkaufsgelegenheiten. Es sind Orte für niedrigschwellige Begegnungen, entstanden seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Damit sollte dem üblichen Alkoholkonsum begegnet werden, der mit den Maschinen in den Fabriken für Arbeiter gefährlich wurde. Die Trinkhallen boten dagegen Selterswasser an. Später kamen Milch, Limonade und Kaffee dazu, dann heiße Würstchen, Zigaretten, Süßigkeiten und Zeitungen – schließlich auch Bier und Schnaps. Seit 2015 ist der Kiosk Blohmstraße regulär geschlossen; seitdem dient der Kiosk Kulturschaffenden als Bühne für Ausstellungen und Aktionen – Klönschnack inklusive.

Ort: Blohmstraße 28 Ecke Kanalplatz, 21079 Hamburg

ÖPNV: Bahnhof Harburg, HVV-Bus 142 oder 154 (Kanalplatz), oder S-Bahn-Station Harburg-Rathaus und 1 000 Meter Fußweg

Kontakt:
Kulturkiosk – Trinkhalle seit 1876 e.V.
Blohmstraße 28
21079 Hamburg

Kurzprofil:
Typ: Kiosk
Gründung: 1876
Baujahr: Wiederaufbau in 1950er Jahren
Tragwerk: Holz-Ständerwerk verkleidet und isoliert, nachträglich Bleche aufgesetzt
Fläche: sechs Quadratmeter

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