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Deutsches Zementmuseum Hemmoor

Das Zementwerk in Hemmoor ist die größte Fabrik im Elbe-Weser-Dreieck gewesen. Im Freigelände des Museums werden große Geräte der Fabrik erhalten.

Das Zementwerk in Hemmoor ist lange Zeit die größte Fabrik im Elbe-Weser-Dreieck gewesen. 1905 waren hier 2.000 Menschen beschäftigt, ehe die Zahl der Mitarbeiter mit der zunehmenden Mechanisierung auf etwa 500 zurückging. Schließlich wurde das Werk 1983 stillgelegt und abgebrochen. Als größtes Relikt blieb der geflutete Kreide-Tagebau erhalten. Gegenüber stellt das Zementmuseum die Geschichte der Fabrik mit vielen Exponaten im Freigelände dar. Zusätzlich dient eine 1925 erbaute Schute als Ausstellungsraum. Mit ihr wurden einst Zement und Kohle transportiert: Denn zum Werk gehörte der an der Oste gelegene Hafen Schwarzenhütten.

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© Herbert Hötte, Museumsdienst Hamburg

Begonnen hatte alles 1862: Auf der Suche nach Braunkohle stieß man hier auf große Vorkommen von Kreide (reiner Kalk) und Ton. Damit wurden eine Kalkbrennerei und eine Ziegelei betrieben, ehe 1866 die Zementproduktion begann. Das Werk profitierte von dem Aufschwung der Region und investierte immer wieder in neue Anlagen. So ging hier 1899 der erste brauchbare Drehrohrofen Deutschlands in Betrieb. 1967 übernahm die spätere Alsen AG (Hamburg) die Fabrik und stellte die Produktion von Zementklinker 1976 ein. Die letzten sieben Jahre arbeitete das Werk nur noch als Zementmühle.

Ort: Bundesstraße 73 Ecke Hemmer Straße, 21745 Hemmoor

ÖPNV: Bahnhof Hemmoor, 4,0 Kilometer Fußweg

Informationen / Öffnungszeiten:
www.zementmuseum-hemmoor.de
Die Museumsschute ist nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. 0 47 71 / 71 40 oder 0 47 71 / 74 64 geöffnet. Das
Freilichtmuseum ist immer zugänglich.

Kurzprofil:
Typ: Technikmuseum
Thema: Zementindustrie in Hemmoor
Gründung: 1997
Gebäude: Freigelände mit Lokschuppen und Zementschute

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