Station 13 - Der Schleidenhof
1905 begann der SPD-nahe „Konsum-, Bau- und Sparverein ‚Produktion‘“ in Barmbek mit der Errichtung eines der ersten Hamburger Genossenschafts-Wohnblöcke, dem heutigen Schleidenhof.
Der Schleidenhof
Das Gebäude folgte dem Modell einer „Hamburger Burg“. Dabei trat die Gebäudefront an einer Seite etwas zurück und bildete einen zur Straße hin offenen Hof. Durch die längere Außenseite gelangte mehr Licht und Luft ins Innere des Komplexes. In den 255 Wohnungen des reich verzierten „Schlosses von Barmbek“ sollten Genossenschaftsmitglieder in guter Lage verhältnismäßig günstig leben können. Viele Einheiten waren sogar mit Duschen ausgestattet, allerdings noch ohne warmes Wasser. Im Erdgeschoss war Platz für Geschäfte und eine Gastwirtschaft. In „Mauses Lokal“ trafen sich führende Sozialdemokraten ebenso wie die Schutzformationen des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Wohnblock schwer beschädigt.
Ort: Brucknerstr. 35, 22083 Hamburg