Station 02 - Gummiwarenfabrik Phoenix AG
Die 1856 gegründete Gummiwarenfabrik von Albert & Louis Cohen zählte zu den ersten Industriebetrieben der Stadt.
Und sie war auch der Größte: Auf dem etliche Male erweiterten und umgebauten Areal der späteren Phoenix AG, vieles von den Architekten Distel & Grubitz, waren fast 8.000 Menschen beschäftigt. Die Firma zählte zu den größten Gummi-Herstellern in Europa, produzierte zuerst Schuhe und Mäntel, dann vor allem auch Reifen (bis 1983). Es folgten Fördergurte, Schläuche und Autoteile sowie viele andere Produkte aus Weichgummi und anderen Kunststoffen. Für Prozesse nutzte die Fabrik Wasser aus dem Seevekanal. Die Arbeiter wohnten gegenüber im Phoenix-Viertel. Braunkohle wurde von 1919 bis 1922 vom Bergwerk Robertshall in Hausbruch bezogen. 2004 übernahm die Continental AG die Phoenix. Seitdem schrumpft das Werk. Prägnant sind das Kesselhaus auf dem Hof sowie das 1930, 1940 und um 1955 entstandene Bürohaus (mit Paternoster) gegenüber vom Bahnhof.
Ort: Wilstorfer Straße und Hannoversche Straße, 21073 Hamburg
Info: Gute Aussicht von der Skylounge im Hotel PHNX, Hannoversche Straße 88