Station 05 - Harburger Eisen- und Bronzewerke
German Koeber aus Heilbronn gründete 1854 „Koeber’s Hütte Eisengießerei und Maschinenfabrik“ am Seevekanal und der Zufahrt zum ersten Harburger Bahnhof.
1910 wurde sie mit der Maschinenfabrik Eddelbüttel zu den Harburger Eisen- und Bronzewerken fusioniert. Das Werk gehörte ab 1918 zum Krupp-Konzern und firmierte seit 2005 als Harburg-Freudenberger Maschinenbau GmbH. Sein Schwerpunkt war die Herstellung von Maschinen für die Speiseöl- und Gummiindustrien, beispielsweise Kalander zum Auspressen der Ölfrüchte ebenso wie zum Walken von Kautschukmischungen. Bei Reifenaufbau-Maschinen und Reifenpressen (Vulkanisierung) war die Fabrik Weltmarktführer. Die ältesten erhaltenen Gebäude stammen von 1906/10; der nördliche Teil stammt von den Architekten Distel & Grubitz. Die transparenten Shedhallen daneben sind von 1960. Die Firma zog 2020 in die Schlachthofstraße 22. Es verbleibt ein denkmalgeschütztes Ensemble mit Potenzial.
Ort: Seevestraße 1, 21079 Hamburg