Route der Industriekultur Hamburg-Harburg

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Station 03 - Jute-Spinnerei und -Weberei

Die Norddeutsche Jute-Spinnerei und -Weberei stellte Säcke und andere Verpackungen aus Jute unter anderem für die Ölmühlen und Gummi-Fabriken in Harburg her.

Gelände der Jute-Spinnerei und -Weberei in Harburg
© Sven Bardua Jute-Spinnerei und -Weberei

Später kamen Gewebe für Linoleumböden dazu. Beschäftigt wurden bis zu 1.650 Arbeiter, vor allem Frauen: Sie wurden in Österreich und Böhmen angeworben und wohnten nebenan am Reeseberg mit katholischer St. Franz-Josef-Kirche von 1913. Die Spinn- und Webmaschinen standen in Shedhallen, die – im Krieg zerstört – 1948 durch Tonnenschalen-Konstruktionen des Systems Zeiss-Dywidag ersetzt wurden. Die 1883/84 errichteten Randbauten, das Kesselhaus, der Eingang und die Heimstätte gegenüber blieben erhalten. Letztere diente seit 1912 mit Krippe und Warteschule als Heim für alleinstehende Arbeiterinnen. Nach dem Krieg stellte die „Jute“ noch Kunststoffböden und Teppiche her. 1962 wurde sie geschlossen. Die benachbarte Phoenix AG übernahm das Werk für die Produktion von Auto-Dämmmatten. 

Ort: Nöldekestraße 4, 21079 Hamburg