Route der Industriekultur Hamburg-Harburg

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Station 19 - Speiseölfabrik Noblée & Thörl

Der Franzose und Hamburger Unternehmer Henri Noblée gründete 1855 eine Hydrocarbür-Anstalt (Leuchtöl und -gas aus Kohle für die Stadtbeleuchtung) in der Moorstraße 22.

Fabrikhalle von Speiseölfabrik Noblée & Thörl
© Gorch von Blomeberg Speiseölfabrik Noblée & Thörl

Ab den 1860er Jahren stieg er, anderen Beispielen folgend, ins Pflanzenöl-Geschäft mit Rohstoffen aus Kolonien ein. Noblée erweiterte den Betrieb ab 1872 mit dem aus der gleichnamigen Ölfamilie stammenden Max Thörl „zur Gewinnung von Öl aus Palmkernen mittels Extraktion durch Benzin [1908 erfunden], auch Kopra, Soja, Leinsaat, auch für die Seifenindustrie“ (Zitat von 1925). Das 1908 am Seehafen 3 errichtete Werk konnte etwa 150.000 Tonnen Ölsaaten pro Jahr verarbeiten. Die dort hergestellten Öle wurden vor allem für Seifen verwendet. Die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs überdauerten nur Reste; der Noblée-Verwaltungsbau ist von 1952. Seit 1999 gehört das Werk zur Archer Daniels Midland AG, die erst die Pressung verlagerte und 2023 die Produktion in Harburg einstellte. 

Ort: Seehafenstraße 24, 21079 Hamburg