Station 12 - Werften auf der Schloßinsel
Auf der Westseite der Schloßinsel gab es seit 1899 den preußischen Wasserbauhof mit heute noch erhaltener Querslipanlage. Bis 2022 hielt die Hamburg Port Autority auf dieser „Staatswerft“ unter anderem ihre Schiffe instand.
Östlich vom Schloss kaufte Reinhold Holtz 1884 das Areal und ließ hier mehr als 5.000 Schuten und Schiffe bauen. Viele davon wurden zerlegt nach Afrika oder Südamerika transportiert, wo sie zwischen Plantagen und Küsten auf den Flüssen pendelten. Im Jahr 1900 erwarb Holtz die Schlossgebäude für Wohnzwecke und nannte seinen Betrieb Schloßwerft. Doch 1930 musste sie schließen. Mitarbeiter gründeten 1933 daneben die heutige Jöhnk Werft. Ihre Anlagen stammen von Mitte der 1950er Jahre. 1957 beschäftigte Jöhnk etwa 150 Mann und es entstanden viele Neubauten. Den nördlichen Teil des Holtz-Areals nutzte im Krieg die Gebrüder Sachsenberg AG für die Entwicklung von Tragflügelbooten, seit 1995 die Nassbaggerei Heinrich Hirdes GmbH.
Ort: An der Horeburg 9 / Zitadellenstraße 14, 21079 Hamburg
Info: www.joehnkwerft.de