Stadtbarkasse "Piep", Geesthacht
Die 1925 auf der Schüler-Werft (Uetersen) gebaute „Piep“ ist eine typische Hamburger Hafenbarkasse. Heute halten ein Förderkreis und die Stadt Geesthacht sie flott.
Schippern auf der Oberelbe
Um 1990 gab es noch etwa 170 Barkassen im Hamburger Hafen: Die aus Beibooten von Seeschiffen entwickelte Bauart war mit Verbrennungsmotor zu einem „Mädchen für alles“ geworden.
Für den raschen Wassertransport von Personen und Material sind Barkassen ebenso geeignet wie für Rundfahrten und kleine Schleppdienste. Die schlanken, wendigen, anspruchslosen und sicheren Schiffe schwimmen wie Enten auf den Wellen.
Die Stadtbarkasse „Piep“ war 1925 in Uetersen mit einem 16-PS-Benzinmotor als „Hammonia II“ gebaut worden. Eigner Christian Haalk setzte sie als Zubringer im Hamburger Hafen ein. 1940 bekam sie einen 30-PS-Dieselmotor, 1948 einen mit 48 PS Leistung. Nun war sie auch für Schleppdienste geeignet. Eigentümer Helmut Kau nannte sie seit 1955 „Piep“. 1982 übernahm die Ewerführerei von Hans Werner Eckelmann das Schiff und ließ einen Dieselmotor mit 49 PS einbauen. Seit 1991 setzte sie die Barkassen-Zentrale Günter Ehlers für Hafenrundfahrten ein, ehe sie im Jahr 2000 nach Geesthacht kam und von Jugendlichen restauriert wurde. Heute schippert die Barkasse für die Stadt und von einem Verein betreut mit bis zu zwölf Gästen auf der Oberelbe.
Ort: Steinstraße 3, 21502 Geesthacht
ÖPNV: Bahnhof Bergedorf, VHH-Expressbus X 8800 (Geesthacht, Markt) und Fußweg, oder VHH-Expressbus X 8800 (Geesthacht, ZOB) und VHH-Bus 539 (Geesthacht, Hafenbrücke)
Informationen: Stadtbarkasse "Piep" in Geesthacht
Kontakt:
Förderkreis Stadtbarkasse „Piep“
Tel. 01 76 / 49 73 15 00
Kurzprofil:
Typ: Barkasse
Baujahr: 1925
Werft: Schüler-Werft („Marsch-Werft“), Uetersen
Länge: 12 Meter
Antrieb: Mercedes-Benz-Dieselmotor von 1982
Leistung: 49 PS