Presseinformation Thalia Kulturlandschaften - Theater mit Wurzeln

Kulturpartnerschaft zwischen Thalia Theater und Metropolregion Hamburg

Schauspieler ohne Bühne, ganz nah und intensiv. An Orten, die selbst Geschichten erzählen und aufregend anders sind. Das Thalia Theater und die Metropolregion Hamburg laden dazu ein, Stücke zu erleben, die in realer Kulisse lebendig werden. Eingebettet ist der Auftakt der Programmreihe in die Präsentation norddeutscher Kulturlandschaften auf der Internationalen Gartenschau igs 2013.

Karte der Thalia Kulturlandschaften

Thalia Kulturlandschaften - Theater mit Wurzeln - Kulturpartnerschaft zwischen Thalia Theater und Metropolregion Hamburg

Die Metropolregion Hamburg und das Thalia Theater arbeiten erstmals zusammen, um den Kultur-Tourismus mit neuen Ideen aus der Stadt in den ländlichen Bereich zu erweitern. Unter dem Titel „Thalia Kulturlandschaften“ reisen Schauspieler aus dem Thalia Ensemble mit ausgesuchten Lesungen an besondere Orte in der Metropolregion. Dazu hat Regisseur Helge Schmidt mit den Partnern über 600 Kilometer zurückgelegt, um außergewöhnliche Orte zu finden, die gemeinsam mit den Schauspielern eine stimmige Geschichte lebendig werden lassen. In spezieller Inszenierung für eine kleine Besetzung startet die Programmreihe mit

    „Dracula“ auf Gut Pronstorf (Kreis Segeberg) am 28.Februar 2013

    „Subtile Jagden“ im Café im Schafstall in Wörme (Landkreis Harburg) im April

    „Effi Briest“ im Museum Langes Tannen in Uetersen (Kreis Pinneberg) im Mai

    „Per Anhalter durch die Galaxis“ auf Frachter Minna in Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) im Juni

    „Jeder stirbt für sich allein“ auf dem Harms-Hof in Königreich (Landkreis Stade) im August

    „Lenz“ in der Kirche St. Nicolai in Altengamme (Hamburg-Altengamme) am 26. September 2013

Im ersten Jahr werden die Metropolregion und das Thalia Theater sechs Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit norddeutschen Kulturlandschaften und den Spielorten anbieten. Ziel ist eine dauerhafte Kooperation des Thalia Theaters mit der Metropolregion und eine lebendig gelebte Nachbarschaft. Dazu sagt Thalia-Intendant Joachim Lux: „Unser Selbstverständnis als kosmopolitisches Stadttheater, das weltweit zu Gastspielen eingeladen wird, ist verbunden mit dem Wissen um unsere Traditionen, um unsere Herkunft und Verwurzelung im Norden. Wir können nur deshalb so beherzt in die Welt hinaus reisen, weil wir eine Heimat in der Metropolregion Hamburg haben“, „Shanghai, Moskau, Avignon – aber auch Uetersen, Seevetal, Boizenburg! Das Thalia möchte sich stärker in der Region engagieren, auch um neue Netzwerke im Bereich Tourismus und Kultur zu knüpfen. Natürlich freuen wir uns, wenn es auch Gegenbesuche bei uns gibt. Und es uns als Kultur-Magnet gelingt, Gäste noch ein wenig länger in der Region zu halten. Mit dem öffentlichen Nahverkehr ist man schnell hier und wieder zurück an seinem Urlaubsort!“

Jakob Richter, Leiter der Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg, würdigt die Kooperation als „handfestes Ergebnis der Partnerschaft von Land und Stadt, die künstlerisch inspiriert ist und den eigenständigen Wert von Kultur ernst nimmt“. Er sagte weiter: „Die Metropolregion Hamburg profitiert von dieser Kooperation mehrfach: Sehr spezielle Orte werden als einmalige Theater-Kulisse in den Fokus gerückt. Der Kultur-Tourismus wird aus dem städtischen in den ländlichen Bereich verlängert und die Kulturlandschaften können im igs-Jahr mit attraktiven Angeboten zu einem Besuch in ihre Region einladen. Durch all dies wird die Metropolregion Hamburg als lebenswerte Region erneut ein Stück aufgewertet.

Die Stücke, die Orte – ein Überblick

Dracula auf Gut Pronstorf
Ein Landgut in der Schleswig-Holsteinischen Knicklandschaft. Es umfasst beinahe das gesamte Dorf, das kaum 100 Seelen zählt. Lindenalleen säumen den Weg zum alten Torhaus und dem großem Wirtschaftshof. Seit einem Jahrhundert ist die Familie der Grafen zu Rantzau hier zuhause. An diesem Abend zieht jedoch ein anderer Graf hier ein, wenn Matthias Leja Bram Stokers „Dracula“ liest. Im Februar 2013.

Subtile Jagden im Café im Schafstall in Wörme
Ein Schafstall in der Lüneburger Heide. Hinter Fachwerkmauern unter Reetdach lebten hier Heidschnucken im Winter. Ein besonderer Platz in Wörme, der heute Wanderer zum Rasten einlädt. Mit „Subtile Jagden“ nimmt Sebastian Rudolph, Schauspieler des Jahres 2012, Sie mit auf einen ganz anderen Ausflug. Auf den Spuren Ernst Jüngers und seiner Leidenschaft für Insekten führt er Sie an abgelegene Orte, die Jünger in Reiseberichten, unterhaltsamen Anekdoten und persönlichen Erinnerungen notiert hat. Im April 2013.

Effi Briest im Museum Langes Tannen in Uetersen
Ein Herrenhaus mitten im Tannenwald. Einst war das 250 Jahre alte Anwesen Wohnsitz der Müllerfamilie Lange. Inmitten von Möbeln, Bildern und Silberbesteck erleben Sie mit Franziska Hartmann als „Effi Briest“ den Beziehungswahnsinn im bürgerlichen 19. Jahrhundert! Im Mai 2013.

Per Anhalter durch die Galaxis auf Frachter Minna in Boizenburg
Minna ist viel rumgekommen mit ihren 93 Jahren. Arbeits- und erlebnisreiche Jahre auf der Elbe als Massenguttransporter zwischen Hamburg, Berlin und Magdeburg liegen hinter ihr. Schmal gebaut, ist sie heute nicht mehr geeignet für die moderne Transportwirtschaft, dafür aber ein aufregender Ort für zeitgenössische Jugend-Kulturarbeit. Reisen Sie mit Birte Schnöink „Per Anhalter durch die Galaxis“, die kultige Erlebnisreise von Douglas Adams. Im Juni 2013.

Jeder stirbt für sich allein auf dem Harms-Hof in Jork
Eine der letzten original-erhaltene Hofanlagen im Alten Land. Nach 400 Jahren Getreidewirtschaft prägt heute der Obstbau den Arbeitsalltag der Bauernfamilie. Zur Zeit des 30-jährigen Krieges entstand hier eine Durchfahrtsscheune als Garbenlager. Hans Falladas ungewöhnliche Widerstands-Geschichte „Jeder stirbt für sich allein“ ist der Hit der Saison 2012/2013 über das einfache Arbeiterpaar Anna und Otto nach dem Kriegstod ihres Sohnes im Zweiten Weltkrieg. Die Darsteller Oda Thormeyer und Thomas Niehaus lesen für Sie Auszüge aus dem großen internationalen Bestseller. Im August 2013.

Lenz in der Kirche St. Nicolai in Altengamme
Sie ist die älteste Dorfkirche der Vier- und Marschlande. Aus Feldsteinen gemauert stammt sie aus der ersten Besiedlungszeit. Geweiht ist sie dem Heiligen Nikolaus von Myra, Schutzheiliger der Kinder, Fischer, Seefahrer und Händler. Im Pfarrhaus hofft auch Georg Büchners „Lenz“, selber ein Pfarrerssohn, Ruhe für seine wunde Seele zu finden. Wolf-Dietrich Sprenger und Organist Claus Bantzer nehmen nimmt Sie mit durch die karge, nebelverhangene Winterlandschaft, die die Titelfigur in einigen Momenten zu besänftigen scheint, im nächsten Augenblick aufzuwühlen. Die kraftvolle Natur bringt in seiner Seele die gegensätzlichsten Saiten zum Anklang. Im September 2013.

Mehr Informationen unter: thalia-theater.de/kulturlandschaften

Rückfragen bitte an:

Thalia Theater
Ursula Steinbach
Pressesprecherin
040 32814111
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www.thalia-theater.de/kulturlandschaften

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Marion Köhler,
Pressesprecherin
040 42841-2604
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