Leitprojekt Wohnen ​​​​​​​Nachhaltige Wohnqualitäten und Vielfalt von Wohnformen interkommunal abgestimmt

​​​​​​​Die Region Itzehoe möchte die bisher quantitativ ausgerichtete Abstimmung der wohnbaulichen Entwicklung um Qualitätsaspekte erweitern und vertiefen.

Leitprojekt Wohnen in der Metropolregion Hamburg - bedarfsgerecht, zukunftsfähig, gemeinsam gestalten - Projekt Itzehoe

Die Region Itzehoe ist eine seit 2002 etablierte Stadt-Umland-Kooperation des Mittelzentrums Itzehoe und den 17 Umlandgemeinden. Der Kooperationsraum mit seinen knapp 60.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt im ländlichen Raum des Kreises Steinburg, Schleswig-Holstein.

Ziele

Die Region Itzehoe wünscht sich eine noch engere interkommunale Zusammenarbeit im Bereich der Wohnentwicklung, um die steigende Nachfrage erfüllen zu können. Dabei sollen verstärkt die Wohnqualitäten in den Fokus gerückt werden, da eine sich immer weiter differenzierende Gesellschaft zunehmend spezielle Wohnformen nachfragt – barrierefreies Wohnen, bezahlbarer Wohnraum, kleinerer Wohnraum im Geschosswohnungsbau etc. Um dies zu erreichen, sollen einerseits die Schlüsselakteure der Region für dieses Thema sensibilisiert und andererseits gemeinsame Lösungsansätze für die mangelnde Flächenverfügbarkeit gefunden werden. Neben den gesamtgesellschaftlichen demographischen Trends sollen absehbare regionalspezifische Entwicklungen wie die großflächige Erweiterung des Innovationsraumes Itzehoe, eine mögliche Nordumfahrung Itzehoes, der HVV-Beitritt des Kreises Steinburg sowie der Ausbau der A20 im Kreisgebiet mitgedacht werden.

Bausteine

Auf Basis eines vorgeschalteten interkommunal abgestimmten räumlichen Wohnentwicklungskonzeptes für die gesamte Region, welches insbesondere einen Schwerpunkt auf Innenentwicklungspotentiale legt, werden Instrumente einer regionalen Wohnungsmarktbeobachtung geprüft. Hierzu wird eine GIS-basierte Wohnentwicklungskarte aufgebaut. Zur Aktivierung der ermittelten Potentialflächen für die Wohnentwicklung wird ein regionales Flächenmanagement eingerichtet. Das Teilprojekt zeigt somit den Weg auf von einem rein quantitativen Monitoring hin zu qualitativen Ansätzen der Potentialmobilisierung.

Für die Mobilisierung von Potentialflächen spielt die Frage nach der geeigneten Bebauungs- und Wohnform eine wichtige Rolle, um die Wohnflächenentwicklung auf die Bedürfnisse der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner auszurichten. Eine wichtige Grundlage hierfür wird ein Fachgutachten zu Sonderwohnformen sein. Dieses untersucht, wo und unter welchen Bedingungen Sonderwohnformen auch in kleineren ländlichen Gemeinden umgesetzt werden können. Neben Sonderwohnformen für die klassische Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren werden auch junge Menschen (Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten) sowie Menschen mit geringem Einkommen in den Blick genommen.

Das Gesamtprojekt wird von einem Dialogprozess begleitet, der einen kontinuierlichen Austausch zum Thema Wohnen innerhalb der Politik und der Verwaltung sowie mit der interessierten Öffentlichkeit und Schlüsselakteuren etablieren soll. Dabei werden Fragen wie die nach der sozialen Verantwortung im Wohnungsbau, Instrumenten der Wohnungsmarktbeobachtung, energieeffizientem Bauen, neuen Wohnformen wie Tiny Houses oder der Vereinbarkeit von Flächensparziel einerseits und Bereitstellung von Wohnraum andererseits in den Fokus gerückt und beleuchtet werden.

Zeitplan

  • Herbst 2019 - Sommer 2020: Erarbeitung des Konzeptes Sonderwohnformen
  • ab Herbst 2020: Aufbau eines WebGIS
  • ab Sommer 2020: Vorbereitung und Beginn Dialogprozess
  • ab Januar 2021: Beginn Flächenmanagement


Daten & Fakten

​​​​​​​Projektträger: Stadt Itzehoe

Projektbudget: ca. 168.000 Euro

Webseite: 

Kontakt:
Region Itzehoe    
Imme Lindemann
Telefon: 04821/ 949632-23
E-Mail:    lindemann@regionnord.com