Was die Region bewegt Machbarkeitsstudien für Radschnellwege

Im eigenen Tempo, aber zügig und ohne Hindernisse mit dem Fahrrad vorankommen. Wer möchte das nicht? Die Metropolregion Hamburg sucht jetzt neue Wege für den Radverkehr: Sie koordiniert länderübergreifende Machbarkeitsstudien für Radschnellwege und fördert sie zu 80 Prozent mit rund einer Million Euro. Die Studien sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Im nächsten Schritt können konkrete Planungen darauf aufbauen.

Machbarkeitsstudien für Radschnellwege


Das Radschnellnetz der Metropolregion Hamburg soll kürzere Fahrzeiten durch weitgehend unterbrechungsfreies, ungestörtes Fahren ermöglichen. Die Wege sind so breit angelegt, dass das Überholen jederzeit möglich ist und jeder in seinem Tempo unterwegs sein kann. Für Pendlerinnen und Pendler bedeutet dies zügigeres Vorankommen und höhere Reichweite – sei es direkt zum Arbeitsplatz oder zu einer Bus- oder Bahnstation auf dem Weg.

Radschnellwege sind Bestandteil der regionalen und kommunalen Radverkehrsnetze. In der Metropolregion Hamburg werden neun Routen untersucht, sieben davon gehen in die Velorouten über. Sie sollen auch mit dem Pedelec gut befahrbar sein und können mit Bahnfahrten kombiniert werden, so dass eine attraktive Alternative zur Fahrt mit dem Auto entsteht. Um das zu erreichen, arbeiten 13 kommunale Partner in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen zusammen.

Bei der Ausarbeitung der Trassen werden möglichst viele Akteure eingebunden. Die Ergebnisse der zweistufigen Öffentlichkeitsbeteiligung werden in der Mediathek und auf den Seiten zu den Trassen festgehalten und öffentlich zugänglich gemacht. Natürlich sind auch Verbände, Fachverwaltungen, Kommunen und Regionalpolitik in die Trassenfindung einbezogen. Ein kurzes Video stellt den Ablauf der Planungen dar.

Erste Zwischenergebnisse und Referenzprojekte aus dem In- und Ausland wurden im November 2019 auf einer Fachkonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert.

Die Machbarkeitsstudien in den Korridoren werden durch ein Dachprojekt ergänzt, in dem ein länderübergreifendes Gestaltungshandbuch und eine gemeinsame Kommunikationsstrategie erarbeitet werden.