Radschnellnetz Radschnellweg Tostedt-Hamburg

Der Radschnellweg von Tostedt soll über Buchholz und Harburg nach Hamburg führen. Auf einer Länge von rund 32 km führt er im südlichen Abschnitt durch ein eher ländlich geprägtes Gebiet. Aber schon in Buchholz und in den Gemeinden Rosengarten und Seevetal gibt es starke Pendlerbeziehungen nach Hamburg.

Windmühle in Buchholz

Radschnellweg Tostedt Hamburg Metropolregion

Anders als die Machbarkeitsstudien zu allen anderen Trassen ist diese noch nicht abgeschlossen. Sie war ursprünglich nicht in dem Projekt der Metropolregion Hamburg enthalten. Weil es sich um eine wichtige und sinnvolle Ergänzung der Radschnellwege in Nordniedersachsen handelt, machte der Landkreis Harburg diese Studie dennoch möglich. Anlass dafür war das starke Engagement vor Ort.

Auch diese Machbarkeitsstudie wird zu 80 Prozent durch die Metropolregion Hamburg gefördert. Allerdings ging sie fast ein Jahr später an den Start als alle anderen. Deshalb und weil dann auch noch die Corona-Pandemie ausbrach, steht bisher noch keine Vorzugstrasse fest. Die Arbeiten werden jedoch mit Hochdruck vorangetrieben, ein Abschluss ist für Ende 2021 geplant. Die Ergebnisse sollen dann ebenfalls auf der Website der Metropolregion Hamburg veröffentlicht werden.

Schon bei der Auswahl der Vorzugstrasse wird darauf geachtet, dass der Radschnellweg gut an den Schienenverkehr angebunden ist. Besonders wichtig sind die Anschlüsse in Klecken und Buchholz, weil hier der Regionalexpress hält. Der Bahnhof Hamburg-Harburg, an dem viele Fern- und Regionalzüge sowie S-Bahnen und Buslinien halten, bildet den nördlichen Endpunkt des Radschnellwegs. Hier soll er an den Radschnellweg aus Richtung Lüneburg anschließen und über die Elbinsel in Richtung Hamburger Innenstadt führen. Die Fahrradstation, die am Bahnhof Hamburg-Harburg gebaut werden soll, sorgt perspektivisch für einen erheblich erleichterten Umstieg in die Bahn.

Genau wie in den anderen Trassen fand auch zum Radschnellweg Tostedt – Hamburg ein breit angelegtes Beteiligungsverfahren statt. Zunächst wurden in einer Online-Beteiligung Erfahrungen mit den bestehenden Wegen und Ideen zum Ausbau eingefangen. Diese sollten dann eigentlich vor Ort in einem Bürgerworkshop vorgestellt und vertieft werden. Alles war schon terminiert und organisiert, als die Corona-Pandemie ausbrach. Dadurch kam es zu einer erheblichen Verzögerung, der Workshop konnte jedoch noch während des Lockdowns sehr erfolgreich als Online-Veranstaltung nachgeholt werden.

Möglicherweise werden auf dieser Strecke einige Brückenbauwerke notwendig, um die Este, stark befahrene Straßen und die Bahnlinie kreuzen zu können. Das würde bedeuten, dass der Ausbau sehr lange dauert und teuer wird. Deshalb wird jetzt auf einigen Streckenabschnitten nach zusätzlichen pragmatischen Lösungen gesucht, die schneller und kostengünstiger umgesetzt werden können. Das würde allerdings nicht bedeuten, dass die Ideen für die Brückenbauwerke damit komplett auf Eis gelegt sind. Zumindest einige von ihnen dürften als langfristige Alternativen Eingang in die weitere Planung finden.


Kontakt

Susanne Elfferding / Doctor of Engineering (Waseda University)

Projektkoordinatorin Radschnellwege

Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg
Alter Steinweg 4
20459 Hamburg
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