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Umsetzung der Energiewende: Bioenergie

Biomasse leistet in der Metropolregion, wie auch insgesamt in Deutschland, den größten Anteil zu den Erneuerbaren Energien.

RK_2013_05 Mai
© © Stephan Leyk – Fotolia.com

Die Biomasse leistet in der Metropolregion, wie auch insgesamt in Deutschland, den größten Anteil zu den Erneuerbaren Energien. Energie aus Biomasse hat den Vorteil, dass der Energieträger speicherbar ist und in jede Form Endenergie, also in Wärme, Strom und Kraftstoff, umgewandelt werden kann. Nachteile sind der Flächenverbrauch zur Biomasseerzeugung, der kontinuierliche Produktionsaufwand und der volatile Kostenfaktor Biomasse.

Auch wenn Biomasse jährlich nachwächst, ist sie dennoch ein knappes Gut und steht immer in Konkurrenz zu anderen Verwertungspfaden. Faktoren wie Wirtschaftlichkeit, Preisbildung, Ethik und Umweltwirkung wirken sich zusätzlich auf die Verfügbarkeit aus. Vor diesem Hintergrund ist es dringend erforderlich, Energiebiomasse und Bioenergielinien im Kontext zu beurteilen und die Wechselwirkungen zu beachten. Letztendlich sollte je Hektar oder je eingesetzte Tonne Biomasse ein höchst möglicher Netto-Endenergieertrag generiert werden.

Ziel dabei ist es, ein Nebeneinander der Nahrungs- und Futtermittelproduktion einerseits und der Biomasseproduktion andererseits vor dem Hintergrund einer gesicherten Versorgung der Bevölkerung mit beiden „Lebensmitteln“ sicher zu stellen. Dabei müssen Erfordernisse des Klima-, Natur- und Ressourcenschutzes einschließlich einer nachhaltigen Flächennutzung eingehalten und insbesondere weltweit wirkende soziale Aspekte berücksichtigt werden.

Bioenergie bedeutet Perspektive für den ländlichen Raum und ergänzende Einkommensmöglichkeit in der Landwirtschaft, insbesondere bei der verstärkten Nutzung von Nebenprodukten und Reststoffen. Wertschöpfung verbleibt im ländlichen Raum, wenn Biomasse weitgehend dezentral energetisch genutzt oder energetisch verdichtet wird.

Da wir mittel- bis langfristig in Europa, in Deutschland und in der Metropolregion die Energieversorgung sichern und gleichzeitig die Treibhausgasemissionen reduzieren müssen, führt an der Bioenergie über Jahrzehnte kein Weg vorbei. Trotzdem wird die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln in der Landwirtschaft in der Metropolregion immer 1. Priorität haben. Und gleichzeitig wird die stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse ein Potenzial haben, ohne das erste Ziel zu gefährden.

Aber es ist erforderlich, dass für alle Biomasse-Produktionsverfahren, ob im Bereich Nahrungs-/Futtermittelproduktion oder im Bereich nachwachsende Rohstoffe, die gleichen Nachhaltigkeitskriterien gelten. Getreu dem Motto: „Ein Spielfeld, eine Regel!“

Wenn Biomasse auch künftig energetisch genutzt werden soll, müssen folgende Kriterien stärker in den Focus rücken:

  • Nachhaltigkeit in der Produktion,
  • positive Ökobilanz,
  • hohe Energieeffizienz (hoher Netto-Endenergieertrag je Hektar),
  • hohes CO2-Einsparpotenzial,
  • geringe CO2-Vermeidungskosten.

Bioenergielinien, wie die reine Wärmebereitstellung (Verbrennung von Holz, ggf. Stroh) oder die kombinierte Strom-Wärmebereitstellung (Strom und Wärme aus Biogas, Holz) können eine wesentlich höhere Effizienz aufweisen, als Biokraftstoffe. Bioenergielinien mit geringer Nutzungseffizienz müssen mittel- bis langfristig zum Auslaufmodell werden.

Autor: Energieministerium Mecklenburg-Vorpommern