Pressemeldungen 2025

Stand: 01.10.2025, 11:00

Dömitz zeigt Ausstellung zur Grenzgeschichte

Bis Dezember wird in Dömitz die Ausstellung „Gewachsen. Geteilt. Geeint. Grenzgeschichte(n)“ gezeigt. Sie führt vor Augen, wie die Metropolregion Hamburg durch historische Entwicklungen wie die deutsche Teilung geprägt ist. Sie erzählt von der einstigen wirtschaftlichen Verflechtung der Region und den Auswirkungen der Teilung auf Mensch, Wirtschaft und Natur. Sie zeigt das Zusammenwachsen nach der Wiedervereinigung und wagt einen Blick in die Zukunft.

Ausstellungsplakat
© Metropolregion Hamburg

In der Ausstellung erzählt die Metropolregion Hamburg die Geschichte, Entwicklung und Prägung der Region mit ihrer rund 300 Kilometer langen ehemaligen innerdeutschen Grenze. Es geht um das Leben in der ehemaligen Grenzregion, die historischen Verflechtungen und Handelsströme, die die Metropolregion geprägt haben, und darum, welche Konsequenzen die Teilung hatte. Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den Grenzgeschichte(n), die Zeitzeugen der ehemaligen innerdeutschen Grenze erzählen. Die Ausstellung stellt außerdem die Neuordnung des Wirtschaftsraums nach der Öffnung und das Zusammenwachsen dar. 

Burkhard Thees, Amtsvorsteher Amt Dömitz-Malliß, zitierte bei der Eröffnung Helmut Kohl: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten. Dieses Zitat stammt aus einer Bundestagsrede von Anfang der 1990er-Jahre und wird oft als mahnende Erinnerung an die Bedeutung der geschichtlichen Erkenntnis für das Verständnis der Wiedervereinigung zitiert.“

GEWACHSEN.GETEILT. GEEINT.GRENZGESCHICHTE(N)
aus der ehemaligen innerdeutschen Grenzregion

Eintritt frei

1. Oktober bis 23. Dezember 2025 
Amt Dömitz-Malliß, Slüterplatz 2, 19303 Dömitz (Teil 1 – 3)
Mo 9 - 12 Uhr, 13 - 15 Uhr / Di und Do 9 - 12 Uhr, 13 - 18 Uhr / Fr 9 - 12 Uhr

Galerie Festung Dömitz, Auf der Festung 3, 19303 Dömitz (Teil 4 – 6)
Oktober – November. Mi – So und Feiertage 11 – 15 Uhr / Dezember. Mi – So 12 – 15 Uhr

Die Ausstellung gliedert sich in die drei Teile: Gewachsen, Geteilt und Geeint. Im Teil „Gewachsen“ geht es um den Lebensraum in der Metropolregion Hamburg. Wie unsere Region von der Natur bestimmt und von uns Menschen verändert wurde, wird besonders an der Elbe sichtbar. Auch die Einflüsse der Zeit der Hanse prägen unsere Region deutlich. Für die Präsentation in Dömitz erzählt dieser Teil der Ausstellung das Zusammenwachsen der Region verstärkt aus dem Blickwinkel von Mecklenburg-Vorpommern.

Wie rücksichtslos die gewaltsame Teilung Deutschlands mit Menschen und ihren Lebensräumen umging, ist Thema im Abschnitt „Geteilt“. Die Menschen in der DDR, aber auch im Westen, mussten lernen, mit der neuen Situation zu leben. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten von ihren Erfahrungen. Sie erzählen die Geschichte der deutschen Zweistaatlichkeit und blicken aus wechselnden Perspektiven auf das Leben im Zonenrand- und Sperrgebiet. 

Der dritte Teil beschreibt unter dem Titel „Geeint“ die Freude über das Ende der Teilung, aber auch die Schwierigkeiten, die zu meistern waren. Er ist auch eine Anregung, sich mit den Herausforderungen dieser neuen Situation zu befassen, einem Veränderungsprozess, in dem sich Menschen, Gesellschaft und die Natur neu finden.

Im Rahmen des zugrundeliegenden Projekts „Grenzgeschichte(n)“ hat sich entlang von rund 30 Orten in der Metropolregion Hamburg eine lebhafte Erinnerungslandschaft entwickelt, die im Rahmen des Tages der Deutschen Einheit zu vielen Veranstaltungen einlädt.

Alle Informationen zur Ausstellung

Mehr zur Erinnerungslandschaft Grenzgeschichte(n) unter: 
https://metropolregion.hamburg.de/grenzgeschichten/