Schwerin bekommt neues Fahrradparkhaus
Schwerin erhält am Hauptbahnhof eine moderne Bike & Ride-Anlage. Ziel ist es, die Verknüpfung von Bahn, ÖPNV und Radverkehr in der Metropolregion Hamburg zu stärken. Das Projekt wird durch die enge Zusammenarbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Landeshauptstadt Schwerin und der Metropolregion Hamburg realisiert. Am 13. März fand die Grundsteinlegung statt.
300 Fahrradstellplätze, Werkstatt und E-Bike-Ladestationen für Pendler
Die Region profitierte von einer engen Vernetzung – täglich pendeln 25.500 Menschen nach Schwerin, knapp 10.400 verlassen die Stadt in Richtung Umland in der Metropolregion Hamburg. Mit der neuen Mobilitätsstation wird ein Angebot geschaffen, das insbesondere für Pendelnde, aber auch für Gäste, die Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel erleichtert und attraktiver macht.
Anlässlich der Grundsteinlegung sagte Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern: „Das ist eine gute Nachricht für alle, die in und um Schwerin unterwegs sind. Pendlerinnen und Pendler, die von Schwerin aus zur Arbeit aufbrechen oder von außerhalb in die Stadt kommen, haben die Möglichkeit, hier ihr Fahrrad sicher abzustellen. Dies ist auch ein Projekt, um den Tagestourismus zu stärken. Mit dem Zug aus Hamburg kommen und gleich am Bahnhof ein Fahrrad leihen – das wird hier künftig möglich sein. Und wer unsere Weltkulturerbestadt mit ihren glitzernden Seen mit dem Rad erkunden möchte, findet hier eine Anlaufstation für Ausleihe oder zum Aufladen von E-Bikes.“
Auf zwei Ebenen entstehen rund 300 Fahrradstellplätze, ergänzt durch gesicherte Fahrradboxen im Außenbereich. Die Integration eines Fahrradverleihs, Gepäckaufbewahrung und Lademöglichkeiten für E-Bikes sorgt für zusätzlichen Komfort. Eine befahrbare Rampe bietet einen barrierearmen Zugang. Eine offene Bauweise, extensive Dachbegrünung und Photovoltaikanlagen ergänzen den nachhaltigen Charakter. Begrünte Sitzgelegenheiten und ein einladender Vorplatz sorgen für eine gute Aufenthaltsqualität. Die Nahverkehr Schwerin GmbH wird den Betrieb der Anlage übernehmen.
Die Realisierung der Mobilitätsstation wird durch das gemeinsame Engagement aller Beteiligten ermöglicht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3,3 Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern förderte das Projekt mit rund 2,9 Millionen Euro. Die Mittel werden vom Bundesministerium für Verkehr über das Sonderprogramm „Stadt und Land“ zur Verfügung gestellt. Die Landeshauptstadt Schwerin steuerte Eigenmittel in Höhe von rund 252.000 Euro bei und die Metropolregion Hamburg beteiligte sich mit 81.150 Euro.