Biosphäre.Regional-Nachhaltig

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Teilprojekt "Nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft"

Ein großer Teil der Flächen in den Biosphärenreservaten wird landwirtschaftlich genutzt und trägt zur Versorgung der Metropolregion mit frischen sowie regional erzeugten Lebensmitteln bei. Das Teilprojekt „Nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft“ ging der Frage nach, wie Land- und Ernährungswirtschaft in Zukunft gestaltet werden kann.


Wertvolle Kulturlandschaften in der Biosphärenregion Elbe-Schaalsee

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© S. Hoffmeister

Die Biosphärenregion Elbe-Schaalsee ist eine der ökologisch wertvollsten Kulturlandschaften Norddeutschlands. Mit einem Anteil von 75 % bis 86 % landwirtschaftlicher Nutzfläche in den Entwicklungszonen der UNESCO-Biosphärenreservate Schaalsee und Flusslandschaft Elbe ist die Land- und Ernährungswirtschaft hier nicht nur landschaftsprägend, sondern auch wirtschaftlich und kulturell von zentraler Bedeutung. Doch diese Region steht – wie viele andere – vor großen Herausforderungen: Klimawandel, Biodiversitätsverlust, gesellschaftlicher Wandel und wirtschaftlicher Druck verlangen nach neuen Wegen des Wirtschaftens.

 

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© S. Hoffmeister

Genau hier setzte das Teilprojekt „Nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft“ an. Ziel war es, gemeinsam mit regionalen Akteuren darüber ins Gespräch zu kommen, wie Landwirtschaft und Ernährung enkeltauglich, also zukunftsfähig und generationengerecht, gestaltet werden können. Regionale Wertschöpfung spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie stärkt die wirtschaftliche Stabilität ländlicher Räume, schafft Arbeitsplätze vor Ort, fördert soziale Nähe zwischen Produzenten und Produzentinnen sowie Konsumenten und Konsumentinnen und reduziert durch kurze Transportwege die Umweltbelastung. Zudem trägt sie zur Resilienz gegenüber globalen Krisen bei, indem sie regionale Selbstversorgung und Unabhängigkeit von volatilen Weltmärkten fördert.

Lebensmittel aus der Region
© S. Hoffmeister

Wertschöpfungsanalyse

Im Rahmen einer Studie wurden verschiedene Fragestellungen rund um das Thema Landwirtschaft und Ernährung bearbeitet. So gibt die Studie eine Übersicht über die regionalen Wertschöpfungsketten und berücksichtigt dabei auch nachhaltig erzeugte und verarbeitete regionale Produkte. Darüber hinaus widmet sie sich den Strukturen zwischen den Akteuren der Wertschöpfungskette und deren Netzwerken. Schließlich wurden Maßnahmen erarbeitet, wie die regionale Wertschöpfung gesteigert werden kann.

Zur Studie „Analyse und Optimierung von Wertschöpfungsketten regionaler, nachhaltiger Produkte aus der Land-/Ernährungswirtschaft im Teilprojekt Nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft“

Beteiligung schafft Akzeptanz

Das Projekt beinhaltete zudem einen breiten Beteiligungsprozess, der viele Perspektiven zusammenbrachte. So beteiligten. 

Lebensmittel vom Schaalsee
© Nicole Bowe

Ein wichtiger Baustein im Teilprojekt war die Erarbeitung eines gemeinsamen Verständnisses von „enkeltauglicher“ Land- und Ernährungswirtschaft. Es ist das Ergebnis eines breiten Beteiligungsprozesses, an dem über 150 Akteure aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Tourismus, Verwaltung und Zivilgesellschaft an einer Online-Umfrage, Interviews, Workshops und Veranstaltungen teilgenommen haben. Der erarbeitete Kriterienkatalog hat Orientierung geschaffen und die Zusammenarbeit strukturiert. 


Wie es weitergeht

Im Rahmen des Teilprojekts „Nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft“ wurden in der Biosphärenregion Elbe-Schaalsee zahlreiche Impulse gesetzt, um regionale Wertschöpfung, ökologische Verantwortung und gemeinschaftliches Handeln zu stärken. Die Ergebnisse zielen auf eine langfristige Verstetigung und eine institutionelle Verankerung. 

Es wird unter anderem angestrebt, die Projektgruppe „Nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft“ zu verstetigen und darüber hinaus um Akteure und Akteurinnen aus Tourismus, Gastronomie und Wirtschaftsförderung zu erweitern, um auch zukünftig regelmäßig und strukturiert in den Austausch zu kommen.

Im Landkreis Lüchow-Dannenberg wurde eine Landwirtschaftskoordinatorin eingesetzt. Die Personalstelle fungiert als Schnittstelle zwischen landwirtschaftlicher Praxis, Politik und Projektarbeit. Die Maßnahme könnte auch in anderen Landkreisen als Vorbild dienen.

Weitere Infos und Aktuelles aus dem Leitprojekt Biosphäre.Regional-Nachhaltig