Leitprojekt Wohnen

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Evaluationshilfe für Wohnbauvorhaben in der Metropolregion Hamburg

Für die Ex-Post-Evaluierung fertiggestellter Wohnbauvorhaben formuliert die Evaluationshilfe eine Checkliste, anhand derer der Prozessablauf und die Wirkung im Hinblick auf eine bedarfsgerechte wohnbauliche Entwicklung eingeschätzt werden kann.

Zielsetzung und Adressaten

Für die Ex-Post-Evaluierung fertiggestellter Wohnbauvorhaben formuliert die Evaluationshilfe eine Checkliste, anhand derer der Prozessablauf und die Wirkung im Hinblick auf eine bedarfsgerechte wohnbauliche Entwicklung eingeschätzt werden kann. Potenzielle Adressat/-innen bzw. Anwender/-innen sind kommunale Akteure (Gemeinden, Städte, Landkreise). Die Checkliste stellt eine Handreichung und Orientierungshilfe für Kommunen dar. Somit steht ihre praktische Anwendbarkeit im Vordergrund und sie ist nicht als abschließende Liste zu verstehen. Eine Evaluation von Wohnbauvorhaben soll sich auf möglichst relevante und aussagekräftige Daten stützen.
Die Evaluation soll dokumentieren, wie erfolgreich die Umsetzung eines Wohnbauvorhabens war, insbesondere, ob die ursprünglich gesetzten Ziele und Erwartungen erreicht wurden. Als Ergebnis sollen auch Empfehlungen, Kommentare und Vorschläge für Verbesserungen in der kommunalen Planungspraxis vorgenommen werden. Dabei sollte auf die verschiedenen Akteursgruppen eingegangen werden.
Somit können die Erkenntnisse auch genutzt werden, um die Wirksamkeit künftiger kommunaler Wohnbauvorhaben in Bezug auf Bedarfsgerechtigkeit zu erhöhen und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Die Evaluationshilfe entstand Anfang 2024 im Rahmen des

Das Leitprojekt

Neun Projekte in der Metropolregion Hamburg widmen sich den Fragen einer bedarfsgerechten Wohnraumentwicklung.

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ist ein Bestandteil der

Strategische Handlungsempfehlungen

Strategische Handlungsempfehlungen zur bedarfsgerechten wohnbaulichen Entwicklung in der Metropolregion Hamburg (Kurzfassung)

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. Sie wurde vom Institut Raum & Energie entworfen.

Checkliste

  1. Rahmenbedingungen/Kennzahlen​​​
    • Kommune
    • Gemeindegröße und -funktion
    • Lage des Bauvorhabens in der Gemeinde
    • Verfügbarkeit von Grundstück/Gebäude (Eigentum, Erbbaurecht, Anhandgabe, Verkauf, Vermietung, Konzeptvergabe städtischer Grundstücke)
    • Bauherr/-in (Stiftungen, (Kommunale) Wohnungsunternehmen, (Kommunale) Wohnungsgenossenschaften, Baugemeinschaften; Private Eigentümer/-innen, etc.)
    • Eingesetzte Förderinstrumente
    • Gesamtkosten / Kosten je m2 Wohnraum
  2. Projektbeschreibung
    • Projekttyp
      • Um welchen Projekttyp handelt sich es (Neubauprojekt, Konversionen oder Umnutzungen)?
    • Zielsetzung
      • Welche qualitativen Bedarfe sollten erfüllt werden?
      • Ordnet sich das Bauvorhaben in stadtentwicklungspolitische oder planerische Konzepte (Wohnraumentwicklungskonzept, Wohnraumbeobachtung, Ortsentwicklungskonzept) oder politische Beschlüsse ein und dient deren Zielerreichung?
  3. Projektentwicklung und -umsetzung
    • Umsetzungsprozess und eingesetzte Instrumente 
      • Welches projektbezogene Akteurs- und Initiator/-innennetzwerk wurde gebildet (z. B. Kommune, Wohnungsbaugesellschaften, Treuhänder/Projektentwickler, Planungsbüros etc.)?
      • Wurden Bürger/-innen und/oder die potenzielle Bewohnerschaft (z. B. Arbeitskreis) hinsichtlich der Berücksichtigung von Aspekten des bedarfsgerechten Wohnens aktiv eingebunden?
      • Welche (städtebaulichen) Instrumente wurden zur Projektentwicklung und -umsetzung eingesetzt?
      • Welche Herausforderungen gab es im Umsetzungsprozess?
    • Kosten 
      • Welche Kosten sind angefallen (Bau-, Grundstücks- und Planungskosten)?
      • Welche langfristige (Folge-)Kosten ergeben sich (technische und soziale Infrastruktur)?
      • Wurde eine Vorprüfung der Flächen- und Standortplanungen für das Bauvorhaben vorgenommen (z.B. Folgekostenrechner wie ProjektCheck)?
  4. Projektwirkung
    • Geschaffene Wohneinheiten 
      • Quantitativ: Wie viele Wohneinheiten (WE) in welchen Segmenten/Gebäudetypologien wurden geschaffen?
      • Qualitativ: Welche qualitativen Bedarfe wurden im Wohnbauvorhaben realisiert?
      • Wie viele WE wurden für die einzelnen Bedarfsgruppen geschaffen (familiengerechter Wohnraum, senior/-innengerechter Wohnraum, Wohnraum für kinderlose Paare und Singlehaushalte, Wohnraum für Geringverdienende, ggf. weitere)?
      • Welches Mietpreisniveau konnte (auch mit Blick auf die oben genannten Bedarfsgruppen) erreicht werden?
    • Wohnumfeld 
      • Wurde das Bauvorhaben in guter Erreichbarkeit bzw. Anbindung zum ÖPNV und MIV entwickelt?
      • Welchen Beitrag leistet das Bauvorhaben zur Bewahrung und Stärkung funktionsfähiger Stadt- und
      • Orts- zentren und zur Sicherung sowie Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur?
      • Leistet das Bauvorhaben einen Beitrag zur Erhaltung und zum Ausbau kompakter Siedlungsstrukturen und zum Flächensparen?
  5. Abgleich mit der Zielsetzung
    • Konnte die ursprüngliche Zielsetzung erreicht werden?
    • Konnte die Akzeptanz einer bedarfsgerechten wohnbaulichen Entwicklung gesteigert werden?
    • Wurde die Planung an planerische und konzeptionelle Neuerungen angepasst?
  6. Übertragbarkeit und Empfehlungen
    • Welche Erfolgsfaktoren können aus dem Projekt abgeleitet werden?
    • Besteht Handlungsbedarf für eine Stärkung der Bedarfsorientierung des Vorhabens?
    • Lessons Learned: Was wäre bei der Wiederholung des Projektes anders zu gestalten? (Welche Stolpersteine könnten vermieden werden?)