Kompetenzverbund für erneuerbare Energien und grünen Wasserstoff
Der Wind weht bei uns in der Metropolregion Hamburg – und mit ihm eine gemeinsame Vision: die Zukunft der Energieversorgung. Mit dem Projekt „Kompetenzverbund Innovations- und Wissenschaftsparks für erneuerbare Energien und grünen Wasserstoff“ soll ein länderübergreifendes Innovationsökosystem entstehen, das internationale Strahlkraft entfaltet.
Ziel ist es, Wissenschaft, Wirtschaft, Länder und Kommunen zu vernetzen – über Grenzen hinweg. Das Projekt greift damit eine zentrale Empfehlung der OECD auf: die besonderen Standortpotenziale in der Metropolregion Hamburg mithilfe von Innovations- und Wissenschaftsparks zu erschließen.
Hintergrund: Die Machbarkeitsstudie
Dass die Metropolregion Hamburg ein Schlüsselstandort für erneuerbare Energien ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch wie lässt sich dieses Potenzial noch besser ausschöpfen? Wo entstehen derzeit neue Technologien, und wie können diese Innovationen gemeinsam weitergedacht und genutzt werden? Genau diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Machbarkeitsstudie, die 2023 veröffentlicht wurde.
Die Antwort: Zusammenarbeit. Seit 2024 arbeiten fünf regionale Standorte –Hamburg-Bergedorf, Region Heide, Stade, Geesthacht und Wismar/Schwerin – im Rahmen dieses von der Metropolregion Hamburg geförderten Projekts eng zusammen. Ziel ist es, bestehende Stärken zu bündeln, Synergien zu entdecken und gemeinsam neue Wege zu gehen.
Synergien und Vernetzung zwischen den Standorten
In einem ersten Schritt haben die Standorte individuelle Profile erstellt und ihre jeweiligen Netzwerke aufgebaut oder erweitert. Die fünf Koordinatorinnen und Koordinatoren spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie analysieren, welche Kompetenzen bereits vorhanden sind, wo Entwicklungsmöglichkeiten bestehen und welche Themen sich besonders für eine standortübergreifende Zusammenarbeit eignen.
Die Innovations- und Wissenschaftsparks vor Ort dienen dabei als Keimzellen für ein wachsendes Netzwerk. In Workshops und Austauschformaten treffen kluge Köpfe aufeinander, teilen Wissen, entwickeln Ideen – und schaffen damit eine neue Qualität der Zusammenarbeit.
Die regionalen Schwerpunkte machen deutlich, wie vielfältig und zugleich ergänzend die Arbeit der Standorte ist:
- Die Region Heide setzt auf eine integrierte Energiewende mit Fokus auf Wasserstoffprojekte.
- In Geesthacht werden fortschrittliche Wasserstoff- und Wärmespeicherlösungen entwickelt.
- Im Landkreis Stade wird an innovativen Materialien und Leichtbaukomponenten für die Wasserstoffspeicherung und -nutzung geforscht.
- In Hamburg-Bergedorf liegt der Fokus auf Windenergie und Energiespeicherung.
- Die Region Wismar/Schwerin befasst sich mit Brennstoffzellen, Elektrolyseverfahren und maritimen Anwendungen.
Entwicklung von gemeinsamen Projektideen
Das Herzstück des Kompetenzverbunds liegt in der gemeinsamen Entwicklung neuer Ideen. Aufbauend auf dem Wissen und den Erfahrungen der Standorte, entstehen konkrete Innovationsprojekte – immer mit Blick auf die Zukunft.
Dabei werden aktuelle Förderprogramme ebenso berücksichtigt wie internationale Trends und politische Rahmenbedingungen. So entstehen Projektansätze, die praxisnah, förderfähig und zukunftsgerichtet sind. Die Vision: die Rolle der Metropolregion Hamburg als Vorreiterin für die Energiewende auch international zu positionieren.
Anknüpfung an bestehende Strukturen und Ausblick
Der Kompetenzverbund ist nicht allein unterwegs: Das Projekt baut auf bestehenden Initiativen in der Metropolregion Hamburg auf und trägt dazu bei, die Gründung einer Innovationsagentur vorzubereiten. Es zeigt beispielhaft, wie länderübergreifende Zusammenarbeit gelingen kann – im Sinne einer nachhaltigen, innovativen und starken Region.
Auch im Bereich Marketing wird eng zusammengearbeitet: Die Inhalte des Projekts sind eng verzahnt mit der internationalen Marketingstrategie der Metropolregion Hamburg ein, verbunden mit regionalen Kommunikationsmaßnahmen an den Standorten.
Ein wichtiges Ziel ist es, das Projekt über die aktuelle Laufzeit hinaus zu verstetigen. Ein Beirat mit Fachleuchten aus Ländern, Landkreisen und kreisfreien Städten begleitet diesen Prozess. Gemeinsam wird ein Konzept für die langfristige Finanzierung und strukturelle Verankerung des Kompetenzverbunds entwickelt – damit aus dem Projekt ein dauerhaftes Innovationsnetzwerk wird.