Planung Auf dem Weg zum Räumlichen Leitbild für die Metropolregion Hamburg

Das Zukunftsagendaprojekt „Räumliches Leitbild“ geht der Frage nach, wie die Metropolregion Hamburg im Jahr 2045 „aussehen“ soll.  Gemeinsam mit Vertreter/-innen aus Politik und Verwaltung sollen Strategien für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in der Metropolregion entwickelt werden. Zwei Planungsbürogemeinschaften werden parallel und im Wettbewerb mögliche räumliche Entwicklungsstrategien für die Metropolregion entwerfen. Diese Strategien sollen auf die klassischen Themen der Raumplanung (Siedlungs-, Freiraum-, und Infrastrukturentwicklung) eingehen und dabei zukunftsweisend die Herausforderungen und Chancen der Metropolregion bis ins Jahr 2045 mitdenken.Im Rahmen des Dialogprozesses wird gemeinsam mit den Akteuren in der Region überlegt, wie Siedlungs-, Freiraum- und Infrastrukturentwicklung auf die derzeitigen Trends und Herausforderungen reagieren könn(t)en Mit dem Räumlichen Leitbild soll ein programmatisches, zukunftsweisendes und informelles Planungsdokument erarbeitet werden, das die aktuelle Gebietskulisse der Metropolregion mit ihren funktionalen Verflechtungen in allen für die Raumentwicklung relevanten Dimensionen abbildet. Als informelles Planungsinstrument soll das räumliche Leitbild inspirieren und Möglichkeiten für die Zukunft aufzeigen.

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Projektbeschreibung Räumliches Leitbild

Projekthintergrund

Schon der Vorgänger des jetzt angestrebten Räumlichen Leitbildes, das Regionale Entwicklungskonzept 2000 (REK 2000) war ein trilaterales und interkommunal erarbeitetes, rechtlich nicht verbindliches Konzept. Seit dem REK 2000 hat sich die Metropolregion nicht nur räumlich verändert, sie sieht sich auch neuen Herausforderungen gegenüber, die eine „regionale Resilienz“ erfordern. Schließlich hat auch die Corona-Pandemie zu neuen Anforderungen an die Wohn- und Arbeitswelt geführt, die sich beispielsweise durch andere Pendlerverflechtungen und gegebenenfalls auch sich verlagernden Wohnraumbedarf bemerkbar machen. Hinzu kommen weitere Zukunftsherausforderungen für die Metropolregion, die mit der Digitalisierung, Energiewende, dem Klimawandel, demographischer Wandel und den Folgen des Krieges in der Ukraine zu tun haben.

Dies führt zu der Frage, wie die Metropolregion in einigen Jahren oder Jahrzehnten „aussehen“ soll. Wie und wo wollen wir leben, arbeiten und uns erholen? Wo soll es Entwicklungsschwerpunkte geben? Welche Rolle nehmen dabei Klein- und Mittelstädte ein? Welche verkehrlichen Maßnahmen werden erforderlich sein? Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Region aus? Wo müssen Erholungs- und Landwirtschaftsflächen geschützt werden? Erste Antworten darauf und auf viele weitere Fragen soll das Räumliche Leitbild geben, in möglichst anschaulicher und kompakter Form.

 Projektablauf

Aufgrund der Vielfalt an möglichen zukünftigen räumlichen Entwicklungen ist das Projekt in zwei Phasen organisiert: Zunächst sollen in einem Wettbewerbsverfahren unterschiedliche Entwicklungstrends und -strategien aufgezeigt werden (1. Phase von Mai 2022 bis Februar 2023). Dabei soll das Wettbewerbsformat mutige, provokative und visionäre Beiträge für die zukünftige Entwicklung der Metropolregion ermöglichen. Daran angeschlossen wird in der 2. Phase eine Auswahl und Verdichtung zu einem Räumlichen Leitbild erfolgen. Im Rahmen der 2. Phase wird durch die regionalen Akteure entschieden, welche Ideen, Strategien und Ansätze aus den drei Beiträgen weiterverfolgt werden sollten. Die zweite Phase wird voraussichtlich im Frühjahr 2023 beginnen.

Mai 2022 – Februar 2023             Phase 1: Entwerfen von Entwicklungsstrategien im Wettbewerb

März 2023 – Dezember 2024      Phase 2: Verdichtung zu einem Räumlichen Leitbild   

Beide Phasen werden durch einen intensiven Dialogprozess mit drei Konferenzen und acht Workshops begeeitet. Der Dialogprozess soll vor allem dazu dienen, die planungsrelevanten Akteure in der Region aktiv zu beteiligen. Dazu gehören Raum- und Regionalplaner/-innen der Träger der Metropolregion, politische Entscheidungsträger/-innen und Fachleute aus den Verwaltungen, Vertreter/innen regionaler Umwelt- und Verkehrsverbände sowie Experten aus der Wissenschaft und von Behörden bzw. öffentlich getragenen Infrastrukturunternehmen.

Die Auftaktkonferenz findet am 29. Juni 2022 in den media docks in Lübeck statt. Weiterhin wird es im Herbst vier Workshops zur Vertiefung erster Ideen geben. Anfang des Jahres 2023 werden auf der Zwischenkonferenz die Entwicklungsstrategien der 1. Phase diskutiert.

Projektfahrplan "Räumliches Leitbild für die Metropolregion Hamburg"



Planungsbüroteams

Seit dem 01. Mai 2022 unterstützen zwei Planungsbüroteams die Metropolregion Hamburg in der Entwicklung eines räumlichen Leitbildes. Die Planungsteams sind in der ersten Phase des Projektes damit beauftragt einen provokanten und zukunftsgewandten Blick auf die Metropolregion Hamburg zu werfen. In einem kreativen Diskurs miteinander und im Dialog mit der Region werden die Büros Entwicklungsperspektiven bis zum Jahr 2045 erarbeiten. Die Ergebnisse der ersten Phase sollen Anfang 2023 vorliegen.

Team 1: Urbanista mit Defacto Urbanism

Planungsteam urbanista / defacto

urbanista

Cocreating the future city – since 1998. urbanista ist eines der führenden Büros für partizipative Stadtentwicklung und urbane Zukunftstrategien. Wir verstehen uns als kommunikativ arbeitende Planer:innen und Raumforscher:innen. Mit unseren integrierten Konzepten, Leitbildern, Handlungsstrategien und unserer Kommunikationsarbeit unterstützen wir städtische Akteur:innen, ihre Projekte auf breiter Mitwirkung der Stadtgesellschaft zu gründen. Weitere Informationen: https://urbanista.de/de

Defacto Urbanism

Defacto Urbanism ist ein preisgekröntes Büro für (Landschafts-)Architektur und Stadtplanung. Unsere Spezialität ist die Erstellung konsistenter Entwürfe und Analysen, die räumliche und technische Aspekte integrieren. Wir arbeiten auf verschiedenen Maßstabsebenen, die von städtischen Parks bis hin zu regionalen Landschaften reichen, und verbinden diese miteinander. Unsere Projekte reichen von regionaler Strategieentwicklung bis hin zu städtebaulichen und landschaftlichen Masterplänen. Weitere Informationen: https://www.defactourbanism.com/


Team 2: Reicher Haase Assoziierte mit Rabe Landschaft

RHA ⬤ REICHER HAASE ASSOZIIERTE GMBH

Planungsteam Reicher Haase Assoziierte GmbH

RHA schafft eine bessere und lebenswerte Zukunft durch die Gestaltung von Räumen. Unsere Arbeitsweise ist interdisziplinär, integrativ und partizipativ, vertiefend und umfassend. Die Schwerpunkte unserer fast 30-jährigen praktischen Arbeit liegen in räumlichen Konzepten vom Gebäude bis zur Region. Für alle Projekte gilt es, prägnante Leitbilder zu entwickeln und mit räumlichen und syntaktischen Beziehungen zu experimentieren. Im konkreten Entwurf werden die charakteristischen Rahmenbedingungen des Ortes mit den individuellen Wünschen der Nutzer zusammengeführt. Mit 25 Mitarbeiter*innen sind wir von Aachen, Dortmund und Luxemburg aus in ganz Deutschland und international tätig. Weitere Informationen: https://www.rha-planer.eu/

rabe landschaften I studio urbane landschaften

Planungsteam Rabe Landschaften

Es ist die Lust zu forschen, entwerfen und umzusetzen, die das Planerteam verbindet. Wir entwerfen Stadträume und Landschaften – von kleinen Interventionen über Stadtplätze, Wohnquartiere bis hin zu Stadt-, Küsten- und Flusslandschaften sowie regionalen Landschaften. Die Herausforderung ist dabei immer dieselbe: ästhetische, technische und ökologische Zusammenhänge mit der Gestaltung menschlicher Lebensräume zu verbinden.

Das Team hat langjährige Erfahrungen im großräumigen Entwerfen und länder- und kommunenübergreifenden Planungsprozessen. Weitere Informationen: www.rabe-landschaften.de



Haben Sie Fragen?

Cynthia Wester

Koordinatorin Leitprojekt „Gemeinsam die räumliche Entwicklung steuern“

Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg

Haben Sie Fragen?

Dr.-des. Deborah Heinen

Koordinatorin Leitprojekt „Gemeinsam die räumliche Entwicklung steuern“

Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg

Federführend für das Projekt:

Dagmar Kilian

Arbeitsgemeinschaft der Hamburg-Randkreise