Räumliches Leitbild

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Stand: 29.06.2022, 00:00

Auftaktkonferenz in Lübeck

Mit einer mitreißenden Rede begrüßte Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau am 29. Juni 2022 die 140 Teilnehmenden der Auftaktkonferenz für das Räumliche Leitbild der Metropolregion Hamburg. Die Teilnehmenden waren aus der gesamten Metropolregion Hamburg angereist, um gemeinsam die räumlichen Zukunftsherausforderungen der Metropolregion Hamburg bis zum Jahr 2045 zu diskutieren. Die Auftaktkonferenz markierte den Beginn eines anderthalbjährigen Dialogprozesses.

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© Anja Riese

Räumliches Leitbild

Am Vormittag standen zunächst die Fragen im Mittelpunkt „Warum wir ein Räumliches Leitbild brauchen?“ und „Was können Räumliche Leitbilder leisten?“. Christian Dahlke, Vorsitzender des Koordinierungskreises Raumentwicklung der Metropolregion Hamburg, stellte die Projektziele und den Dialogprozess für das Räumliche Leitbild vor. Dr. Raimar Molitor und Dr. Walter Schenkel berichteten aus den Regionen Köln-Bonn und Zürich. Eindrucksvoll veranschaulichte Dr. Molitor, wie mit dem Agglomerationskonzept Köln-Bonn zunächst eine Strategie für die Region aufgestellt wurde, die nun mit Projekten untermauert wird. Für den Metropolitanraum Zürich  präsentierte Dr. Schenkel, wie mehrere staatliche Ebenen an einem Strang ziehen können, um einen Ausgleich des Wachstums zwischen Stadt-, Kultur- und Naturlandschaften zu erzielen.

© Anja Riese

Gemeinsam als Region für die Zukunft planen

Dr. Markus Eltges, Leiter des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), unterstrich in seinem Impulsvortrag die Bedeutung der gemeinsamen Planung in der Metropolregion Hamburg.  Er gab den Teilnehmern mit auf den Weg: „Nur zusammen können Sie Herausforderungen im Jetzt und in der Zukunft meistern. Und dafür müssen Sie sich untereinander darüber verständigen, welche Ziele der Raumentwicklung im Vordergrund stehen sollen und welche Maßnahmen dringend erforderlich sind.“ Aus der Bundesperspektive hob Dr. Eltges die große Chance eines informellen Planungsprozesses gegenüber der formellen Planung hervor: „Sie dürfen austesten, Sie dürfen unbequeme Fragen stellen und in Szenarien darauf Antworten entwickeln. Und Sie sollten auch die Gelegenheit nutzen, das zunächst Undenkbare zu denken.“ Gerade im Umgang mit der Zeitenwende bedarf es neuer kreativer Lösungen.

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Vorstellung der beiden Büroteams

Die (Ge-)Zeitenwende stand auch im Mittelpunkt des Vortrages von Reicher Haase (RHA) & Rabe Landschaft. Das Büroteam stellte die Teammitglieder, Referenzbeispiele und erste Ansätze in der Analyse der Metropolregion Hamburg vor. RHA und Rabe Landschaften haben bereits vielfältige Erfahrungen in der Entwicklung von Leitbildern. Auch das zweite Büroteam urbanista und defacto urbanism hat umfangreiche Erfahrungen in Leitbild-Prozessen mit. Urbanista unterstrich, dass es nicht darum geht, einen verkappten Regionalplan zu erstellen, sondern darum, zu fokussieren und zuzuspitzen. Die Arbeit der Büros werde ein erster Baustein auf dem Weg zum Räumlichen Leitbild darstellen.

Damit gingen die Teilnehmer in die Mittagspause, die für intensive Netzwerkgespräche genutzt wurde.

World Cafè und Podiumsdiskussion

Am Nachmittag ging es mit dem World Café und einer Podiumsdiskussion in den Dialog mit der Region. Das World Café stellte die Frage „Wo soll es bis zum Jahr 2045 hingehen?“ An 12 Thementischen konnten die Teilnehmer ihre Themen und Wünsche für die Region bis zum Jahr 2045 formulieren. Die Metaplanwände und kurze Zusammenfassungen der Diskussionen können in der Dokumentation des World Café nachgelesen werden.

© Anja Riese

Im Anschluss an das World Café diskutierten Andreas Köhler (Fachbereichsleiter Service, Recht und Bauen des Kreises Pinneberg / Leiter der Facharbeitsgruppe Siedlungsentwicklung), Susanne Metz (Amtsleiterin Landesplanung und Stadtentwicklung, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg), Vera Moosmayer (Leiterin Unterabteilung Raumordnung, Regionalpolitik und Landesplanung im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen) und Hildegard Zeck (Leiterin Abteilung Raumordnung, Landentwicklung und Förderung im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Hannover) auf dem Podium über die Zukunftsherausforderungen in der Metropolregion. Dabei war sich das Podium einig: „Ein Leitbild gibt Orientierung in einer Zeit des Umbruchs“. In seinem Schlusswort bekräftigte Peter Steen, Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Metropolregion Hamburg, dass es keine Fortschreibung des Status Quo bis 2045 geben kann. Nicht zuletzt die Pandemie der letzten Jahre und die Auswirkungen des Ukrainekrieges führen uns eindringlich vor Augen, dass wir als Region stets bereit zum Aufbruch sein müssen.

Die Veranstaltung wurde moderiert durch Katrin Fahrenkrug vom Institut für Raum und Energie.

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