Industriekultur -Brücken Drehbrücke am Schloss Schwerin

Die Brücke hinter dem Schweriner Schloss ist seit 1897 eine Drehbrücke. So konnten Schiffe die Passage zum Umschlagplatz am Burgsee passieren.

1 / 1

Tage der Industriekultur, Programm, Festival, Häfen, Wasser, Elbe, Schiffe, Kanäle, Schleusen, Fabriken, Museen, Technikgeschichte, Metropolregion Hamburg, Tourismus

Mit der Schlossbrücke erhielt das auf einer Insel gelegene Schweriner Schloss 1844/45 eine repräsentative Verbindung zur Stadt. Für den Schiffsverkehr war sie aber zu niedrig und so mussten Lastkähne zum 1826 eingerichteten Umschlagplatz am Burgsee, dem ersten „Hafen“ der Stadt, an der Rückseite des Schlosses entlang fahren. Dort gab es seit 1836 eine Klappbrücke, die 1897 durch die heutige Drehbrücke mit einer Durchfahrtsbreite von 8,60 Meter ersetzt wurde. Bei geschlossener Brücke gelangen dort Fußgänger von der einstigen Residenz der Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin in den Schlosspark.

Hergestellt wurde die Drehbrücke nach Entwurf des Distriktbaumeisters Adolf Klett in der Maschinenfabrik F. Crull & Co., einer Firma des Wismarer Unternehmers Heinrich Podeus. Die Brücke bewegt ein Wärter per Hand mit einer Kurbel: Zum Drehen wird der Brückenträger aus seinen Ruhelagern gehoben und auf dem zentralen Lager – dem Königsstuhl – bewegt. Vier auf einer kreisförmigen Schiene laufende Räder verhindern ein Kippen des 22 Meter langen Trägers. Im Schlosspark finden sich außerdem vier etwa zehn Meter lange Bogenbrücken, die die Eisengießerei Carl Andersen 1837 in Güstrow anfertigte.

Ort: Lennéstraße, 19053 Schwerin

Kontakt:
Landtag Mecklenburg-Vorpommern
Schloss Schwerin, Lennéstraße 1
19053 Schwerin
Tel. 03 85 / 52 52 – 186
E-Mail: z9mail@landtag-mv.de

Kurzprofil:
Typ: Drehbrücke für Fußgängerverkehr
Baujahr: 1897
Hersteller: Maschinenfabrik F. Crull & Co. (Wismar)
Länge: 23,50 Meter
Tragwerk: Stahlvollwandträger, Steinpfeiler