Industriekultur - Hafenanlagen Alter Hafen in Cuxhaven

Die exponierte Lage an der Elbmündung verbindet Cuxhaven traditionell mit der Seefahrt. Schon 1569 wurde ein erster Hafen gebaut.

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Der Schleusenpriel war bis in die Stadt hinein schiffbar. So gab es bis 1880 einen Kran zum Umschlag von Baustoffen am heutigen Kämmererplatz. Zwischen oberem und unteren Schleusenpriel regelte eine Schleuse den Wasserstand. 1961 wurde der Deich hier geschlossen. Nur der Gaffelschoner „Hermine“ erinnert am oberen Schleusenpriel noch an diesen Hafen. Das hölzerne Schiff war 1904 in Hamburg-Finkenwerder gebaut worden.

Zur See hin wurde der Alte Hafen mit dem Schleusenpriel von einer 1744 gebildeten Deichlinie gesichert, zu der auch das Bollwerk Alte Liebe gehört. Dort steht neben Semaphor und Signalturm ein Leuchtturm von 1805. Es ist der älteste an der deutschen Nordseeküste. Im Schleusenpriel und im Alten Hafen siedelten sich Werften an, unter anderem die 1895 gegründete Mützelfeldtwerft. Sie verlegte ihren Betrieb bis 1984 in den Amerikahafen. Doch ihre alte Anlagen blieben zum Teil erhalten. Seit 1925 gab es am Schleusenpriel auch eine Badeanstalt sowie seit 1889 ein Minendepot der Kriegsmarine. Den Alten Hafen kreuzt prägnant eine Klappbrücke von 1955.

Ort:
Am Schleusenpriel/Am Alten Hafen, Kapitän-Alexander-Straße, 27472 Cuxhaven

Kontakt:
Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG
Am Schleusenpriel 2
27472 Cuxhaven
Tel. 0 47 21 / 500 – 0

Kurzprofil:
Typ: Hafen für Seeschiffe
Gewässer: Ritzebütteler Schleusenpriel
Baujahr: 1569 angelegt
Umbau: 1961 Deich vor oberem Schleusenpriel geschlossen