Industriekultur - Hafenanlagen Alter Hafen in Lüneburg

Das für die Konservierung von Lebensmitteln wichtige Salz hat Lüneburg einst reich gemacht. Doch die Stadt war auch Umschlagplatz für viele andere Waren.

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Das für die Konservierung von Lebensmitteln wichtige Salz hat Lüneburg einst reich gemacht. Von der örtlichen Saline wurde es vor allem nach Lübeck transportiert, um von dort aus im Ostseeraum gehandelt zu werden. Bis zum Bau der Eisenbahnen konnten große Mengen nur auf dem Wasserweg befördert werden. Deshalb ging 1398 zwischen Lübeck und Lauenburg der Stecknitzkanal in Betrieb, den die Schiffe aus Lüneburg über Ilmenau und Elbe erreichten. Seit 1392 sorgte das Stapelrecht zusätzlich für einen einträglichen Handel: Denn alle Fernverkehrswege im Umkreis mussten durch Lüneburg geführt werden.

An diesen Handel erinnern in der Stadt der Alte Hafen an der Ilmenau-Brücke Lüner Straße sowie ein Salzspeicher in der Salzstraße. Von dem 1741-45 erbauten Kaufhaus gegenüber blieb nach einem Brand nur die Barockfassade erhalten. Dahinter entstand 1966 eine Feuerwache, die 2010 durch ein Hotel ersetzt wurde. Im Alten Kaufhaus wurden einst Lebensmittel, Wolle, Tuche, Felle, Holz, Metall und Glas gelagert. Daneben steht der für schwere Lasten benötigte, um 1860 stillgelegte Alte Kran. Auch der Hafen wurde kaum noch genutzt, nachdem 1847 die erste Bahnlinie die Stadt erreicht hatte.

Ort: Lüner Straße / Am Fischmarkt / Salzstraße am Wasser, 21335 Lüneburg

Informationen:

http://www.lueneburger-geschichte.de

http://www.denkmalschutz-lueneburg.de

http://www.deutsches-salzmuseum.de

Kontakt:

Denkmalpflege der Stadt Lüneburg

Am Ochsenmarkt

21335 Lüneburg

Tel. 0 41 31 / 3 09 – 6 55

Deutsches Salzmuseum

Industriedenkmal Saline Lüneburg

Sülfmeisterstraße 1
21335 Lüneburg

Tel. 0 41 31 / 7 20 65 13

Kurzprofil:

Typ: Hafen für Binnenschiffe

Gewässer: Ilmenau

Baujahr: 14. Jahrhundert

Stilllegung: etwa 1860