Industriekultur - Hafenanlagen Hafen und Fabriken Grabow

Die Kleinstadt Grabow ist für ihre Fachwerk-Idylle bekannt. Doch mittendrin, in der Nähe vom Elde-Hafen, blieben auch alte Fabriken erhalten.

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Grabow ist als Fachwerkstadt bekannt. Doch es ist auch ein altes Fabrikstädtchen. Die Bauten einer Großmühle und einer Lederfabrik sowie Reste einer Brauerei, eines Schlachthofes und einer Goldleistenfabrik prägen bis heute das Zentrum. Sie haben alle von der Elde profitiert: Der Fluss verbindet die Elbe bei Dömitz mit den großen Seen der Müritz und dem Schweriner See. Schon früh etablierte sich an der schiffbaren Elde in Grabow aufstrebendes Gewerbe. Später waren die Lage an der Chaussee Berlin-Hamburg und der Eisenbahn Berlin-Hamburg von großem Vorteil.

Unterdessen blieb die Elde ein wichtiger Verkehrsweg: 1898 baute die Stadt den Hafen aus, 1900 daneben ein Schlachthaus. In der Nähe stehen die Bauten der Lederfabrik Staude und gegenüber vom Stadthafen nutzten die Goldleistenfabrik Heinsius und die Eisenhandlung Ed. Prosch KG die Lage am Fluss für den Güterumschlag. Am anderen Flussarm prägen die bis 1870 errichteten Bauten der Mühlenwerke Bolbrügge die Stadt – damals die größte Mühle in Mecklenburg. Der Betrieb geht auf eine 1709 von Hartwig Bolbrügge gepachtete Wassermühle zurück und produzierte seit 1923 mit der Wasserkraft auch Strom für die ganze Region.

Ort: Canalstraße / Kirchenstraße / Steindamm / Mühlenstraße, 19300 Grabow

Kontakt:

Heimatmuseum Grabow

Marktstraße 19, 19300 Grabow

Tel. 03 87 56 / 7 00 54

http://www.museum-grabow.de

Kurzprofil:

Typ: Hafen für Binnenschiffe
Gewässer: Elde
Baujahr: 19. Jahrhundert
Stilllegung: um 1960 für die Frachtschifffahrt
Fabriken: Mühlenwerke, Schlachthof, Lederfabrik, Eisenhandlung, Goldleistenfabrik