Industriekultur - Museen Deutsches Salzmuseum, Lüneburg

Die Salzgewinnung in Lüneburg hat eine mehr als 1000jährige Geschichte. 1980 wurde die Saline geschlossen; Teile davon gehören heute zum Deutschen Salzmuseum.

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Das Salz hat Lüneburg einst reich gemacht. Das für das Konservieren von Lebensmitteln notwendige „weiße Gold“ wurde hier schon im Mittelalter in industriellem Maßstab hergestellt. Dafür wurden Solequellen bergmännisch erschlossen. Die Sole – salzhaltiges Wasser – wurde gefördert und in Siedepfannen verdampft. Übrig blieb das (Koch-)Salz. Dafür wurde viel Brennstoff benötigt: Salinen gelten als die „Waldfresser“ des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Die Lüneburger Salzgewinnung, die Eigenschaften und die Bedeutung des Rohstoffes sind die Themen des Salzmuseums, das in einem Teil der bis 1980 betriebenen Saline sitzt.

Für die Holztrift und den Abtransport des Salzes war die Ilmenau wichtig. Daran erinnern die dem Museum gehörenden Nachbauten eines Ilmenau-Ewers und eine Stecknitz-Prahms. Doch die Saline nutzte auch die Wasserkraft des Flusses: Die Ratswassermühle trieb die Solepumpen an – über ein 1,3 Kilometer langes Pendelgestänge aus Holz, das von 1782 bis zum Einbau einer Dampfmaschine 1865 in Betrieb war. Entworfen hatte das Gestänge der Baumeister Ernst Georg Sonnin (Hamburg). Der Nachbau eines Teils sowie ein Funktionsmodell im Museum machen dies anschaulich.

Ort: Sülfmeisterstraße 1, 21335 Lüneburg

Informationen / Öffnungszeiten:

http://www.deutsches-salzmuseum.de

Täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, außer Weihnachten, Silvester und Neujahr.

Kontakt:

Deutsches Salzmuseum

Industriedenkmal Saline Lüneburg

Sülfmeisterstraße 1
21335 Lüneburg

Tel. 0 41 31 / 7 20 65 13

E-Mail: info@salzmuseum.de

Kurzprofil:

Typ: Technikmuseum

Themen: Geschichte der örtlichen Salzgewinnung, Bedeutung des Salzes

Gründung: 1989

Gebäude: Siedehaus von 1924-39, Brunnenhaus von 1832, zwei Solebehälter von 1799 (1802 und um 1850 erneuert), Eselstall von etwa 1850/70