Industriekultur - Schiffe Dampfeisbrecher „Stettin"

Dampfkraft wie für einen Überseefrachter. Eisbrecher sind eine junge Erfindung – im Zeitalter der Segelschiffe ruhte bei Eisgang der Verkehr. 

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Wirtschaftliche Einbußen und durch Eisverstopfungen verursachte Überschwemmungen waren die Folge. 1871 nahm Hamburg deshalb den ersten klassischen Eisbrecher in Betrieb. Doch die Eiswinter im Osten waren oft noch härter. Die Industrie- und Handelskammer in Stettin betrieb auf dem Ostsee-Haff seit 1888 Eisbrecher und stellte 1933 mit der „Stettin“ ein kräftiges neues Flaggschiff in Dienst. Sie konnte etwa 50 Zentimeter dickes Eis in „zügiger Fahrt“ brechen. Dies war nötig, denn die pommersche Stadt betrieb einst den zweitgrößten Hafen im Deutschen Reich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung die „Stettin“ auf der Unterelbe, in der Deutschen Bucht, im Nord-Ostsee-Kanal und der Kieler Förde ein. 1981 wurde sie ausgemustert. Der Verein Dampf-Eisbrecher „Stettin“ übernahm sie als Museumsschiff und startete 1982 in die erste Saison. Ihre Antriebsanlage hat die Dimensionen eines klassischen Schiffsantriebes für Überseefrachter aus den 1920er Jahren. Die mit Kohle beheizten Kessel versorgen außer der Hauptmaschine noch 14 Hilfsmaschinen mit Dampf.

Adresse des Objekts:
Anleger Neumühlen (Museumshafen Oevelgönne), 22763 Hamburg

Kontakt:
Dampf-Eisbrecher „Stettin“ e.V.
Kieler Straße 318
22525 Hamburg
Tel. 0 40 / 56 19 49 50
E-Mail: stettin@hoppe-bmt.de
www.dampf-eisbrecher-stettin.de

Kurzprofil:
Typ: Eisbrecher
Baujahre: 1932/33
Werft: Stettiner Oderwerke AG für Schiff- und Maschinenbau
Länge: 51,75 Meter
Antrieb: Dreifachexpansions-Dampfmaschine
Leistung: etwa 2.200 PS