Industriekultur - Schiffe Eisbrecherflotte Geesthacht

Kleine Kraftprotze mit raffinierter Technik.  In Geesthacht an der Elbe sind zehn Eisbrecher der Baujahre 1949 bis 2011 stationiert.

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In Geesthacht an der Elbe sind zehn Eisbrecher der Baujahre 1949 bis 2011 stationiert. Mit ihren Leistungen zwischen 290 und 1.170 PS sorgen sie in harten Wintern dafür, dass Elbe und Kanäle lange befahrbar bleiben. In den letzten Jahren waren sie besonders gefragt und mussten oftmals rund um die Uhr der Schifffahrt den Weg freiräumen. Außerdem müssen sie vor allem unterhalb des Stauwehres in Geesthacht das Eis brechen, um den Abfluss zu gewährleisten. Dank ihres geringen Tiefgangs kommen die Spezialschiffe dicht an die Ufer. Außerhalb der Saison liegen sie meistens still, können aber in besonderen Fällen als Schlepper eingesetzt werden.

Die Bugs der Eisbrecher sind so geformt, dass sie das Eis mit ihrer flach gewölbten Unterseite nach unten drücken. Diese Schiffe schieben sich dann auf das Eis, welches unter dem Gewicht bricht. Der 1952 erbaute Geesthachter Eisbrecher „Wisent“ war der erste mit einer von der Hitzler Werft entwickelten Unwucht- oder Stampfanlage. Hier bringen gegenläufig drehende Unwuchträder das Schiff ins Schlingern, so dass das Eis trotz der relativ geringen Maschinenkraft dieser Flusseisbrecher gut gebrochen werden kann. Derartige Anlagen wurden etwa 50 Mal gebaut.

Ort: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Lauenburg, Bauhof Geesthacht, Wärderstraße 5, 21502 Geesthacht

Kontakt:

Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Lauenburg

Dornhorster Weg 52

21481 Lauenburg

Tel. 0 41 53 / 5 58 – 0

E-Mail: wsa-lauenburg@wsv.de

Kurzprofil:
Typ: Eisbrecher
Baujahre: 1949 bis 2011
Längen: 21,33 bis 33,23 Meter
Antrieb: Dieselmotoren
Leistung: 290 bis 1.170 PS