Industriekultur - Schiffe Gierseilfähre Eickeloh

Die Gierseilfähre Eickeloh bietet raffinierte Technik: Sie nutzt allein die Kraft der Wasserströmung, um über den Fluss Aller zu pendeln.

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Die Gierseilfähre Eickeloh bietet raffinierte Technik. Sie nutzt nur die Kraft der Wasserströmung, um zwischen den Ufern von Eickeloh und Grethem über die Aller zu pendeln. Außerdem ist sie leise und wartungsarm. Parallel zur Fährstelle wird ein Führungsseil über den Fluss gespannt. Daran hängt der Fährprahm mit zwei Gierseilen. Zum Start wird der Prahm mit Hilfe der Gierseile per Muskelkraft leicht in die Strömung gedreht. Die Strömung drückt dann gegen die Seitenwand der Fähre und schiebt sie so vorwärts.

Den heutigen Prahm der Eickeloher Fähre baute die Werft Büsching & Rosemeyer in Vlotho 1925. Er ist 15,45 Meter lang und 5,20 Meter breit und kann – je nach Wasserstand – zwischen 14,5 und 16,5 Tonnen tragen. Einige Landwirte nutzen ihn bis heute zum Transport von Rindvieh. Vor allem aber werden an festgelegten Tagen im Jahr Wanderer über den Fluss gebracht. Eine erste Fähre an dieser Stelle gab es um 1700: Es war ein noch von Pferden gezogener Holzprahm. Zwischen 1879 und 1978 beschäftigte der Realverband sogar einen eigenen Fährmann; seitdem betreiben die örtlichen Landwirte das Verkehrsmittel in Eigenregie. 1997 wurde die Anlage mit Eigenmitteln und Zuschüssen umfassend instandgesetzt.

Ort: Zur Fähre, 29693 Eickeloh / Fährweg, 29690 Grethem

Kontakt:

Realverband Eickeloh

Tel. 0 51 64 / 18 15 oder

Tel. 0 51 64 / 16 94

Kurzprofil:

Typ: Gierseilfähre

Baujahr: 1925

Werft: Büsching & Rosemeyer, Vlotho

Länge: 15,45 Meter

Antrieb: Strömung dank Gierseil