Industriekultur - Schleusen Wehr- und Schleusenanlage Bremervörde

Die Stadt Bremervörde geht auf eine Furt zurück, welche einst durch die Oste führte. Heute gibt es dort eine Brücke ­– und oberhalb davon eine ansprechend gestaltete Schleusenanlage.

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Die Wehr- und Schleusenanlage an der Oste in Bremervörde entstand von 1950 bis 1952. Anlass für den Bau waren vor allem die unzureichenden Abflussverhältnisse. Denn das neue Wehr hat eine wasserstandsabhängige Steuerung, die sofort beim Anstieg des Wasserspiegels reagiert. Damit ließen sich die zuvor eingetretenen Überschwemmungen am Oberlauf zu einem großen Teil vermeiden. Dagegen wurden an die Schleuse angesichts der kaum zu erwartenden Schifffahrt keine besonderen Anforderungen gestellt. Schon den Vorgängerbau hatte das Reichsverkehrsministerium 1939 einfach stillgelegt.

Dabei war die Schleuse mal wichtig: Die vielen über den Oste-Hamme-Kanal aus dem Teufelsmoor kommenden Torfkähne mussten sie passieren, um in den Hafen Bremervörde zu gelangen. Nach dem Bau der Eisenbahn nach Gnarrenburg 1909 wurde der Wasserweg rasch überflüssig. Doch die Wassermühle in Bremervörde benötigte weiterhin den Stau: Unter der Marke „Osteperle“ lieferten die Mühlenwerke von Hermann Hagenah Mehl bis nach Hamburg. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm Friedrich Schabbel die Mühle. 1974 wurde der Betrieb geschlossen, 1978 brannte das Gebäude ab und 1990 begann dort der Bau des Oste-Hotels.

Ort: Zevener Straße / Neue Straße, 27432 Bremervörde

Kontakt:
Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)
Betriebsstelle Stade
Harsefelder Straße 2
21680 Stade

Kurzprofil:
Typ: Staustufe mit Fischbauchklappen-Wehr und Kammerschleuse (Stemmtore/Klapptor)
Gewässer: Oste
Baujahr: 1952
Nutzlänge der Schleuse: 20 Meter