Industriekultur -Schleusen Schleuse und Nadelwehr Fahrenholz

An der Ilmenau unterhalb von Lüneburg sind seltene Nadelwehre erhalten geblieben. Mit dem einst in ganz Europa verbreiteten Wehrtyp wird der Wasserstand des Flusses geregelt.

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An der Ilmenau unterhalb von Lüneburg sind seltene Nadelwehre erhalten geblieben. Mit dem einst in ganz Europa verbreiteten Wehrtyp wird der Wasserstand des Flusses geregelt. Gestaut wird das Wasser hier mit Stangen aus Holz, die nebeneinander gegen die Schwelle und den Steg des Wehrs gelehnt sind. Die Nadeln können gezogen, der Steg abgenommen und die tragenden Böcke auf den Gewässergrund geklappt werden, damit sie bei Eisgang nicht zerstört werden. Doch das Setzen der Nadeln sowie das Klappen der Böcke per Hand ist aufwendig.

Die Ilmenau wurde mehrfach begradigt. So entstand von 1886 bis 1890 in der Winsener Marsch der zwölf Kilometer lange Ilmenaukanal: Er reicht etwa von Stöckte bis Wittorf und verkürzte den Flusslauf um sechs Kilometer. Flussaufwärts bis Lüneburg wurden von 1891 bis 1894 noch neun Durchstiche angelegt. Für eine verringerte Strömung und eine bessere Schiffbarkeit wurden 1892/93 bei Fahrenholz und Wittorf die Staustufen mit Nadelwehren und Kammerschleusen gebaut. Die Staustufe Bardowick folgte 1932. 1908 nutzten noch etwa 2.500 Frachtschiffe und Schlepper die Schleuse Fahrenholz. Doch seit 1959 fahren hier nur noch Ausflugsschiffe und Sportboote.

Ort: Roddauweg, Ortsteil Fahrenholz, 21423 Drage

Informationen:

http://www.historische-ilmenau.de

http://www.samtgemeinde-elbmarsch/agenda21/nadelwehr.html

Kontakt:

Samtgemeinde Elbmarsch

Elbuferstraße 98
21436 Marschacht

Tel. 0 41 76 / 90 99-0

E-Mail: sgelbmarsch.elb@lkharburg.de

Ragna Raabe

Tel. 0 41 33 / 71 80

http://www.landtoern.de

Kurzprofil:

Typ: Staustufe mit Kammerschleuse (Stemmtore) und Nadelwehr

Gewässer: Ilmenaukanal

Baujahre: 1892/93

Nutzgröße der Kammerschleuse: 6,50 x 45 Meter

Stauhöhe des Wehres: etwa 2,60 Meter