Industriekultur - Wassertechnik Neuer Wasserturm Lüneburg

Der Neue Wasserturm in Lüneburg ist Symbol einer modernen Wasserversorgung. Mit seiner Architektur orientiert er sich aber an der Gotik der benachbarten Altstadt.

1 / 1

Tage der Industriekultur 2013, Programm, Festival, Häfen, Wasser, Elbe, Schiffe, Kanäle, Schleusen, Fabriken, Museen, Technikgeschichte, Metropolregion Hamburg, Tourismus

Der Wasserturm in Lüneburg ist bemerkenswert: Er ist Symbol für eine moderne Wasserversorgung, orientiert sich mit seiner Architektur aber an der Gotik der benachbarten mittelalterlichen Altstadt. Das Wahrzeichen war zusammen mit einem Wasserwerk 1906/07 nach dem Entwurf des örtlichen Architekten Franz Krüger auf Resten der alten Wallanlagen erbaut worden.

Anlagen der Trinkwasserversorgung gab es in Lüneburg schon im 14. Jahrhundert: genossenschaftlich arbeitende „Wasserkünste“. Mit dem Abts- und dem Ratswasserturm in der Nähe des Neuen Wasserturms blieben zwei markante Bauwerke dieser Anlagen erhalten. Die wachsende Stadt ließ die alten Türme zu klein werden, um für den nötigen Druck in den Leitungen zu sorgen. Deshalb wurde der knapp 59 Meter hohe Neue Wasserturm gebaut. Sein eiserner Hochbehälter nach dem Patent Klönne fasst 500 Kubikmeter. Später übernahmen Pumpen seine Funktion. 1985 wurde der Turm stillgelegt. Nach intensiven Diskussionen gelang es dem Trägerverein Wasserturm Lüneburg e.V. das Geld für eine Sanierung und den Umbau des Bauwerkes zu beschaffen. Seit dem Jahr 2000 dient er als Aussichtsturm, für Ausstellungen und Veranstaltungen mit etwa 70.000 Besuchern pro Jahr.

Ort: Am Wasserturm 1, 21335 Lüneburg

Informationen und Besichtigung:

http://www.wasserturm.net

Täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Kontakt:

Trägerverein Wasserturm Lüneburg e.V.

Am Wasserturm 1

21335 Lüneburg

Tel. 0 41 31 / 7 89 59 19

Kurzprofil:

Typ: Wasserturm

Baujahr: 1907

Stilllegung: 1985

Behälterart: Barkhausen (nach Klönne-Patent)

Inhalt: 500 Kubikmeter

Turmhöhe: knapp 59 Meter