Industriekultur - Wassertechnik Wasserwerk Kaltehofe

Ab 1893 versorgte das Wasserwerk auf der Elbinsel Kaltehofe die Stadt Hamburg mit sauberem Trinkwasser. Heute bietet es geschützten Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

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Eine zentrale Wasserversorgung hat Hamburg schon seit 1848. Doch damals wurde das Elbwasser im Wasserwerk Rothenburgsort nur in einem Bassin gelagert, ehe es in das Netz gepumpt wurde. Damit konnten sich zwar Schwebstoffe setzen und schwimmende Teile am Rand ablagern. Eine Reinigung des Elbwassers aber hielt die Stadt erst viel später für notwendig: 1890 beschloss sie den Bau einer Sandfiltration. Damit hätte die Cholera zwei Jahre später wohl verhindert werden können. So beschleunigte die Seuche mit 8.600 Toten das Projekt: 1893 ging das Wasserwerk Kaltehofe in Betrieb.

Zu der etwa 60 Hektar großen Anlage gehörten das Schöpfwerk Billwerder Insel mit vier Ablagerungsbecken, in denen sich Schwebstoffe absetzten. Im Werksteil auf Kaltehofe sickerte das Wasser durch den Sand und Kies der 22 Filterbecken, wurde so gereinigt, dann im benachbarten Labor des neugegründeten Hygienischen Instituts kontrolliert. Bis 1964 bereitete das Werk so Elbwasser auf, später nur noch Grundwasser. 1990 wurde es stillgelegt. Seitdem bieten die verwilderten Anlagen einen geschützten Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Seit 2011 gibt es dort ein Museum zur Hamburger Wasserversorgung.

Ort: Kaltehofe Hauptdeich, 20539 Hamburg (Filterwerk und Museum) / Moorfleeter Hauptdeich, 22113 Hamburg (Schöpfwerk)

Informationen:

http://www.wasserkunst-hamburg.de

Kontakt:

Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

Kaltehofe Hauptdeich 6-7, 20539 Hamburg

Tel. 0 40 / 78 88  49 99 – 0

E-Mail: info@wasserkunst-hamburg.de

Kurzprofil:
Typ: Wasserwerk
Inbetriebnahme: 1893
Stilllegung: 1990