Industriekultur - Schiffe Fischewer „Catarina“, Hamburg

Die „Catarina“ ist ein für die Elbfischerei gebauter Ewer. Der gefangene Lebendfisch wurde in einem wasserdurchspülten Kasten in der Mitte des Segelschiffs gehalten.

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Die „Catarina“ ist ein aus Holz gebauter Ewer mit zwei Masten. 1889 hatte der Elbfischer Hans Rübcke aus Neuhof ihn auf der Werft von Johann Brandt am Köhlbrand in Neuhof bauen lassen. Der Ewer galt schon damals als veraltet: Denn modernere Kutter hatten sich längst in der Fischerei durchgesetzt. Der Rumpf eines Kutters verjüngt sich an den Enden. Damit war trotz der gedrungenen Form eine relativ hohe Geschwindigkeit möglich. Typischerweise haben Kutter auch nur einen Mast. Die „Catarina“ als Ewer ist behäbiger, hat aber einen flachen Boden und kann somit in geringer Wassertiefe fahren. Statt der typischen Seitenschwerter erhielt die „Catarina“ ein eisernes Mittelschwert.

Rübcke setzte sein Schiff auf der gesamten Elbe beim Fischfang mit verschiedenen Netzen ein. Der lebende Fang wurde in der wasserdurchspülten Bünn (einem Fischkasten) in der Schiffsmitte auf Vorrat gehalten. 1951 verkaufte die Familie Rübcke den Rumpf des Ewers nach Bremerhaven; hier diente er noch bis 1976 der Fischerei. Der Kaufmann Wolfgang Friedrichsen holte das Schiff nach Hamburg zurück, ließ es bis 1978 restaurieren und nahm es wieder in Fahrt. 2004 vererbte er es der Stiftung Hamburg Maritim.

Ort:
Sandtorhafen, Am Sandtorkai, 20457 Hamburg

Informationen:
www.stiftung-hamburg-maritim.de

Kontakt:
Stiftung Hamburg Maritim /
Hanseatischer Segel Club e.V. (Thees Fock)
Australiastraße, Schuppen 52a, Kopfgebäude
20457 Hamburg
Tel. 0 40 / 7 51 14 69–10
E-Mail: info@stiftung-hamburg-maritim.de

Kurzprofil:

Typ: Fischerei-Segelschiff, Ewer mit zwei Masten, Gaffelsegel
Baujahr: 1889/90, 1976–78 und 2004–06 restauriert
Werft: Johann Brandt, Neuhof bei Hamburg
Länge: 13,96 Meter (Rumpf), 16,10 Meter (über alles)

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